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Region soll für Geflüchtete bauen

Langenhagen Region soll für Geflüchtete bauen

Viel Arbeit und Geld kann die Stadt sparen, wenn sie die Region zwei Flüchtlings-Unterkünfte bauen lässt. Der Rat hat am Montag das Angebot einstimmig angenommen. Gebaut würden die Module am Friedhof Grenzheide sowie Am Moore in Godshorn. Details müssen jedoch noch geklärt werden.

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Module wie sie in Hannover-Linden bereits gebaut worden sind, wären in ähnlicher Weise auch für Langenhagen denkbar. Auch in Burgdorf sind sie so in Planung.

Quelle: Surrey

Langenhagen. Es ist Eile geboten. Am Montagabend hat der Rat seinen Segen geben, die Stadt darf das Angebot der Region nutzen. Diese könnte nach Barsinghausen und Burgdorf nun auch an zwei Stellen in Langenhagen Modulbauten errichten, um darin Geflüchtete unterzubringen. Bis zum 15. März muss die Stadt das Angebot der Region unterzeichnen. Wie es am Montag im Rathaus hieß, soll es dazu auch noch eine Sitzung des Ortsrates Godshorn geben.

Denn eine der beiden Flächen liegt südlich der Straße Am Moore in Godshorn. Das zweite Areal liegt neben dem Friedhof Grenzheide in der Kernstadt. Was genau die Region dort bauen wird, erfährt die Stadt erst am Donnerstag. "Dass die Region das Angebot macht, war bereits seit ein paar Wochen bekannt", berichtete Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch vor der Ratssitzung auf Nachfrage. "Dass wir aber bis zum 15. März zu unterschreiben haben, damit hat uns die Region jetzt überrascht." Deshalb sei der Beschluss erst kurzfristig auf die Tagesordnung des Rates gesetzt worden.

In der Sitzung gab es um den Vorstoß kaum Diskussion. Einzig der unabhängige Ratsherr Wilhelm O. Behrens forderte die Stadt auf, "schnellstens eine Informationsveranstaltung für die Bewohner der Kernstadt einzuberufen". Die Kernstadt habe im Gegensatz zu Godshorn keinen Ortsrat, der sich für ihre Belange einsetzen könne.

Weil auch der Ortsrat Godshorn zu diesem Thema gehört werden soll, hat Gotzes-Karrasch Ortsbürgermeister Willi Minne Ende vergangener Woche informiert. Dieser habe angekündigt, noch vor dem 15. März eine Sitzung des Gremiums einzuberufen. "Wir werden spätestens am Dienstag einen Termin festlegen", sagte Minne auf Nachfrage dieser Zeitung.

Wie viele Schutzsuchende in den Modulbauten unterkommen, wie sie bereits in Hannover-Linden errichtet wurden, ist offen. Üblicherweise, so heißt es in der Beschlussdrucksache, kämen darin bis zu 96 Personen unter. "All diese Fragen aber werden wir erst am Donnerstag in dem Termin mit der Region klären können", sagte Gotzes-Karrasch. Als Unterkunft für Geflüchtete sind die Unterkünfte zunächst für drei Jahre gedacht. Weil sie in ihrer Bauweise jedoch auch länger genutzt werden können, hält es die Region für denkbar, anschließend dauerhaftes Nutzungsrecht auch für andere Personen dort zu erlauben. Derzeit sieht die Bauleitplanung an beiden Standorten in Langenhagen nur Baurecht für Flüchtlingsunterkünfte vor.

Von Rebekka Neander

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