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Region will einen Solarradweg bauen

Langenhagen Region will einen Solarradweg bauen

Lernen von Holland: Was beim Fußball derzeit kein Thema ist, kann bei der E-Mobilität funktionieren. Nachdem die Niederländer erfolgreich einen Solarradweg getestet haben, erwägt die Region den Bau von zwei Teststrecken. Eine könnte auf neuen Radweg entlang der Evers
horster Straße in Krähenwinkel entstehen.

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Der derzeit neu gebaute Radweg an der Evershorster Straße könnte demnächst eine Solar-Überdachung erhalten. 

Quelle: Sven Warnecke

Krähenwinkel. Zu den technischen Details des Vorhabens hält sich die Regionsverwaltung auf Nachfrage zurzeit weitgehend noch bedeckt. Das Team Verkehr, zuständig für die Verkehrsinfrastruktur und somit auch für alle Radwege, will am nächsten Dienstag, 16. August, im Verkehrsausschuss der Regionsversammlung den Politikern ein Positionspapier zur Elektromobilität vorstellen. Das Konzept enthält Pläne für den Bau von zwei Teststrecken für einen Solarradweg. Eine liegt zwischen Ramlingen und Ehlershausen, die andere soll die Kreisstraße 324 – die Evershorster Straße in Krähenwinkel – flankieren.

Wie berichtet baut dort die Region Hannover seit Anfang Juli für knapp 235.000 Euro einen 450 Meter langen Radweg zwischen Benskamp und Walsroder Straße. Die Region rechne nach Auskunft von Sprecher Klaus Abelmann für die beiden 100 bis 200 Meter langen Solarradweg-Teilstrecken mit Gesamtkosten in Höhe von bis zu 750.000 Euro. Das besondere in Krähenwinkel: Dort soll es eine überdachte Variante der Teststrecke geben. „Über überdachte Radwege mit Solarpanels nachzudenken, ist im Übrigen nicht nur wegen des Energiegewinns sinnvoll, sondern könnte auch im Zusammenhang mit den geplanten Radschnellwegen betrachtet werden“, betont Abelmann auf Anfrage.

Seinen Angaben zufolge liefert das Nachbarland Holland die Blaupause für das Vorhaben Solarradweg. In den Niederlanden hatten Ingenieure der Firma SolarRoad im November 2014 bei Krommenie, einer Kleinstadt nördlich von Amsterdam, eine 70 Meter lange Teststrecke angelegt. Die Ingenieure machen gute Erfahrungen: Das 70  Meter lange Stück Radweg mit Solarmodulen aus Silizium lieferte in nur sieben Monaten 3000 kWh Strom. Das reicht aus, um einen Einpersonenhaushalt ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. Die dabei gewonnene Energie soll in das allgemeine Netz eingespeist werden, sagt Abelmann.

Um die Kosten stemmen zu können, würden gegebenenfalls Projektgelder beim Bund beantragt. Voraussetzung freilich sei, dass die Regionspolitiker die Innovationsfreude der Verkehrsplaner im Regionshaus goutierten und dann mit entsprechenden Beschlüssen den Weg frei machten für die Solarradweg-Teststrecken.

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Die Firma SolarRoad hat in den Niederlanden bereits eine Teststrecke gebaut.

Quelle: SolarRoad

Von Sven Warnecke und Joachim Dege

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