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Langenhagen Rekordbeteiligung
 beim anderen Sommerfest

Mit dieser Beteiligung haben die Godshorner Verantwortlichen vom Roten Kreuz und Arbeiterwohlfahrt nicht gerechnet. Mehr als 130 Besucher sind zum Sommerfest gekommen.

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Senioren stehen vor besonderen Herausforderungen und müssen sich zum Beispiel im Sketch der gemeinsamen Theatergruppe von DRK und AWO mit übergriffigen Haushaltshilfen herumschlagen.

Quelle: PATRICIA CHADDE

Godshorn. Drei Stunden gemeinsames Sommerfest war der Plan von Godshorns DRK-Vorsitzender Helga Biewendt und Friedhelm Schulz, dem Vorsitzenden der AWO. „Sommerfest malAnders“ nannten sie das gesellige Beisammensein in einem Godshorner Restaurant, weil das üblicher Weise genutzte Dorfgemeinschaftshaus in diesem Jahr nicht eingeplant werden konnte. Es war als mögliche Flüchtlingsunterkunft reserviert worden. Also ging es in das Restaurant von Anastasios Giannaraicis, der den Saal stellte, Kaffee kochte und abends Pizza servierte.

„Wir haben mit 100 Teilnehmern gerechnet“, berichtet Schulz. Doch gegen 15 Uhr war Stühle rücken angesagt, denn 130 Gäste wollten sich unterhalten, den witzigen Sketchen der Theatergruppe zuschauen und sich kulinarisch verwöhnen lassen. „Sonst haben wir ja immer gegrillt“, beschreibt Biewendt den traditionellen Ablauf.

Nun freute sie sich über den Anklang, denn „jedes Mitglied, das noch mobil ist, kam auch zum Sommerfest“. Teilnehmerinnen wie Gisela Prenner gefiel die neue räumliche Variante, aber die Sketche der DRK/AWO-Theatergruppe heimsten den meisten Beifall ein. Frei nach dem Buch „Opa twittert“ wurden alltägliche Themen aufs Korn genommen. Denn inzwischen sind Senioren als zahlende Kunden gefragt und haben sich gegen manches Ansinnen zur Wehr zu setzen. „Ich ziehe bei ihnen ein“, flötet beispielsweise Haushaltshilfe Inge, die schon mal Schulzes Hosenbeine äußert sorgfältig abfeudelt. Nach einem kurzen Wortgefecht, erklärt die resolute Dame: „Wenn sie mein Mann wären, würde ich ihnen Gift ins Getränk mischen“, und Schulz kontert: „Wären sie meine Gattin, würde ich austrinken.“

Herzhaftes Lachen der Gäste und jede Menge Beifall waren der Lohn. Viele Senioren im Saal haben schon eigene Erfahrung mit übergriffigen Werbern gemacht. Ihnen werden Fahrstühle, Rollatoren, Dachrinnen oder eine Haushaltshilfe angeboten und manchmal auch richtig aufgedrängt. Da tut es mal gut, zu hören, wie der wortgewaltige Friedhelm Schulz die Nervensägen vom Pflegedienst, Restaurant, Singleclub oder Kirchenchor in ihre Schranken weist. Im Oktober wird wieder gefeiert. Dann lädt die AWO Godshorn zum Kartoffelfest ein.

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Von PATRICIA CHADDE

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