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Noch mehr IT für Flüchtlinge

Langenhagen Noch mehr IT für Flüchtlinge

Im Repair-Treff im Mehrgenerationenhaus (MGH) in Langenhagen sind zu den schon gespendeten 32 Computern nun auch Monitore angekommen, außerdem Laptops. Der Treff ist nun auch als gemeinnützig anerkannt.

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IT-Leiter Andreas Friedrich (hinten rechts) unterstützt mit der FirmaSchenker auch weiterhin das Team im Repair-Treff im Mehrgenerationenhaus an der Konrad-Adenauer-Straße.

Quelle: Kallenbach

Langenhagen. Weltweit organisiere das Unternehmen UPS solche Hilfsleistungen, sagt Mitarbeiter Allan Cortez. „Wir suchen zwei- bis dreimal im Jahr Einrichtungen aus, die Hilfe brauchen, und machen einen Gemeinschaftsdienst. Diesmal ist der Einsatz für Flüchtlinge. Die Mitarbeiter bis ins obere Management waren begeistert.“

Zehn von ihnen nehmen sich also am Sonnabend im Repair-Treff freiwillig von 10 bis 15 Uhr reparaturbedürftige Fahrräder vor. Im Vorjahr, berichtet Cortez, bekam das Kinderheim Irene von ihnen schon eine Renovierung und Gartenarbeit ins Haus geliefert. Ein Raum ist an diesem Sonnabend vollgestellt mit Rechnern und Bildschirmen - und die Computerspezialisten des Repair-Treffs drängen sich.

Denn aus der IT-Abteilung des Logistikers Schenker hat Leiter Andreas Friedrich schnell geschaltet. „Ich habe in der Zeitung gelesen, dass der Treff 32 Rechner erhalten hat, aber keine Monitore“, sagt er. „Bei uns werden alle drei Jahre die Monitore ausgetauscht, also haben wir uns gemeinschaftlich entschlossen, sie dem Treff zur Verfügung zu stellen.“ Einiges an Konfigurationen sei noch zu erledigen, auch Speicherbausteine und Festplatten könnten aus der IT-Abteilung noch geliefert werden. Noch etwas hat er mitgebracht: „Wir übergeben heute auch noch fünf Laptops an den Integrationsbeirat.“ Vorher hatte Schenker bereits fünf Laptops für den Deutschunterricht mit Flüchtlingen zur Verfügung gestellt.

Der Vorsitzende des Integrationsbeirats, Erwin Eder, ist sehr erfreut. Doch umwerfen von so vielen Aktivitäten auf einmal lassen sich auch der Vorsitzende des Repair-Treffs Langenhagen, Uwe Guelke, sein Stellvertreter Torsten Bunde und die MGH-Leiterin Christine Paetzke-Bartel nicht.

■ Der Treff - das ist die nächste folgenreiche Nachricht des Tages - ist nun als gemeinnütziger Verein anerkannt und damit bundesweit zum Präzedenzfall in der Abgabenverordnung des Steuergesetzes geworden. Das hat Guelke zufolge das Finanzamt am Freitag vorab mitgeteilt, ein offizielles Prozedere muss noch folgen.

Gemeinnützigkeit auf dem Weg

Nach 15 Änderungen auf Bitten des Finanzamts sollte schließlich das Finanzministerium über die Satzung für den Antrag auf Gemeinnützigkeit und den Sachverhalt der Hilfe zur Selbsthilfe im Repair-Treff entscheiden. Am Donnerstag brachte offenbar ein Gespräch derAktiven im Finanzamt Hannover-Land II die entscheidenden Umformulierungen. Weiter geht es so: Am Sonnabend, 6. Februar, sollen in der nächsten öffentlichen Mitgliederversammlung ab 18 Uhr im MGH die Mitglieder die neu gefasste Satzung genehmigen. Das Protokoll wird beim Finanzamt erwartet, das dann die offizielle Anerkennung der Gemeinnützigkeit bestätigen will.

Von Ursula Kallenbach

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