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Rundblick bestätigt den Bad-Ausschuss

Langenhagen Rundblick bestätigt den Bad-Ausschuss

Mitglieder des Bad-Ausschusses haben bei einer Rundreise vier Bäder besichtigt und einen Vergleich zu Langenhagens Badkonzept angestellt. Fazit: Die Pläne können sich sehen lassen.

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Aus Sicht der Langenhagener Ausschussmitglieder nicht besonders gelungen: Die Friesentherme, deren Bau einst 12,8 Millionen Euro gekostet hat.

Quelle: Krebs

Langenhagen. Der Inhalt der Pläne ist gut, die Kosten im Rahmen - für die Schöpfer des neuen Schwimmbades an der Theodor-Heuss-Straße könnte es derzeit nicht besser laufen. So jedenfalls hören sich die Rückkehrer an, die zwei Tage lang Schwimmbäder besichtigt haben, unter anderem welche des für Langenhagen beauftragten Badbetreibers GMF.

An einer Stelle jedoch war Bernhard Döhner mit seinem Verständnis am Ende. „Man kann doch eine Sauna nicht erst ab 16 Jahren freigeben.“ Döhner, Vorsitzender des Betriebsausschusses Bad, werde sich deshalb unbedingt für eine Freigabe der Sauna auch für Kinder aussprechen.

Es waren also die Details, an denen sich am Ende die Geister streiten mochten. Den grundsätzlichen Weg aber, den Politik, Planer und Verwaltung für den 27-Millionen-Euro-Neubau eingeschlagen haben, scheint einmal mehr bestätigt zu sein. Zwei Tage lang waren Mitglieder des Betriebsausschusses und Verwaltungsmitarbeiter des Bad-Projektes unterwegs: Soltau, Emden, Wolfenbüttel und Wolfsburg lagen auf der Route; jeweils versehen mit örtlichen Präsentationen der Bäder, ihres Werdens und der damit vielleicht verbundenen Streitigkeiten. Drei der Bäder werden - wie künftig Langenhagen - von GMF betrieben. „Und was die uns gezeigt haben, hat uns sehr überzeugt, dass wir einen guten Betreiber gefunden haben“, sagte Döhner gestern.

Stadtbaurat Carsten Hettwer, der während der Bauzeit auch Betriebsleiter ist, setzt noch einiges drauf. „Wir haben gesehen, dass wir uns grundsätzlich mit unserem Konzept wirklich nicht verstecken müssen.“ Bei der Barrierefreiheit des Bades „könnten wir eigentlich sogar damit werben“.

Interessant seien die Diskussionen vor allem zur künftigen Organisation der Nutzungszeiten gewesen. „Wolfenbüttel überlässt das Bad grundsätzlich bis 9.30 Uhr den Schulen“, sagte Hettwer. „Klar, und die Frühschwimmer müssen nach Braunschweig ausweichen“, ergänzte Döhner. Dafür biete Wolfenbüttel, das einzige nicht von GMF betriebene Bad, Ultra-Kurz-Tickets für Sportschwimmer an. „Eine Stunde und 15 Minuten im Sommer. Im Winter eine halbe Stunde länger, weil man mehr wieder anziehen muss.“

Wie sehr die Planer in den nächsten Monaten ins Detail einsteigen müssen, zeigt vielleicht Döhners Begeisterung für die Rutschen-Kamera in Soltau. „Dieser Automat schießt am Ende Fotos der Rutschenden“, erzählt Döhner begeistert. Nach eineinhalb Jahren habe sich die Anschaffung amortisiert - „seitdem verdient sie pro Jahr einen niedrigen sechsstelligen Betrag“.

Im November wird sich der Ausschuss mit der Vergabe der letzten Gewerke beschäftigen; nach derzeitiger Kenntnis einmal mehr ein angenehmer Posten. „Wir liegen weiterhin absolut im Kostenrahmen“, sagt Hettwer. Im Januar, so Döhner, werde es in einem weiteren internen Workshop der Ratsmitglieder vor allem um die Tarife gehen. Ein durchaus spannendes Thema, wie auch die Reise gezeigt habe. So rechnen einige Bäder bahnenweise ab, andere nach Kopfzahl der Gruppen.

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