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RKS: Politiker stimmen für eine IGS

Langenhagen RKS: Politiker stimmen für eine IGS

Nur in einem schulpolitischen Punkt herrscht derzeit Einigkeit bei den Fraktionen und Gruppen im Rat: Die Realschule gehört zu den aussterbenden Schulformen - zumindest in Langenhagen. Dann aber hört die Einigkeit auf. Im Ausschuss sprach sich eine Mehrheit für die IGS und gegen die Oberschule aus.

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Geht es nach einer politischen Mehrheit, dann soll die Robert-Koch-Realschule eine IGS werden.

Quelle: Archiv

Langenhagen. Gleich zwei Anträge zur Zukunft der Robert-Koch-Realschule standen auf der Tagesordnung des Bildungs-, Schul- und Kulturausschusses am Dienstagabend. Zum einen forderte die SPD, die RKS in eine IGS umzuwandeln. Außerdem solle die Verwaltung prüfen, an welcher der beiden neuen Gesamtschule die Stadt eine Sek-II-Stufe einrichten kann. Dass dies notwendig sein wird, daran ließ Dezernentin Monika Gotzes-Karrasch mit Blick auf die steigenden Schülerzahlen keinen Zweifel.

Zum anderen sprach sich die CDU-Fraktion in einem Gegenantrag dafür aus, die RKS als Oberschule einzurichten und damit den Eltern eine größere Wahlmöglichkeit bei den Schulformen anzubieten. "Die meisten Eltern schauen bei der Anmeldung der Fünftklässler, ob ihr Kind die Chance auf die Sek-II-Stufe bekommen", sagte Bernhard Döhner (CDU). Genau dies könne eine Oberschule mit gymnasialen Zweig gut umsetzen: "Das kann nur förderlich für die Schullandschaft sein." Seine Fraktionskollegin Jessica Golatka verwies auf ein Votum der RKS-Lehrer: 24 von ihnen beteiligten sich seinerzeit an einer Abfrage, 20 davon stimmten für die Oberschule. Aber, erklärte Schulleiter Thomas Kerber, gut 30 hätten erst gar kein Votum abgegeben.  

Zwei Dinge sprächen für eine dritte IGS, sagte Wolfgang Kuschel (SPD). So hätten sich fast drei Viertel der jetzigen Fünftklässler für einen IGS-Platz angemeldet, dies decke sich zudem mit einer Elternbefragung. Und: "Bei einer Oberschule beginnt die Differenzierung schon sehr früh und zieht sich durch, das ist das Gegenteil einer IGS." Diese Einschätzung teilten auch Ulrike Jagau (Grüne) und Andreas Eilers (WG-AfL). "Die Eltern stimmen mit den Füßen für eine IGS ab", sagte Jagau. Eilers plädierte dafür, die RKS auslaufen zu lassen und über einen Neubau nachzudenken. "Die IGS ist die bessere Schulform, weil die Oberschule bereits ab Klasse 5 differenziert", sagte Eilers. Domenic Veltrup (BBL) plädierte ebenfalls für die IGS und sagte in Richtung der Lehrerschaft, sie müsse mit pädagogischen Konzepten die von der CDU gewünschte Vielfalt der Schullandschaft schaffen. 

Eine dritte IGS führe zu einer Monokultur, warnte indes Silke Kaune, die als Lehrerin des Gymnasiums ihre Kollegen aus allen Langenhagener Schulen vertritt. Sie sprach sich deshalb wie die CDU für die Oberstufe aus - gleichwohl setzten sich in der Abstimmung SPD, Grüne und BBL mit sechs Stimmen durch.

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