Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Politiker erleben Abschiebung

Langenhagen Politiker erleben Abschiebung

SPD-Politiker zu Gast bei der Bundespolizei: Staatssekretärin Caren Marks, Landtagsabgeordneter Marco Brunotte und Langenhagens stellvertretender Bürgermeister Willi Minne haben am Donnerstag die entsprechende Inspektion am Flughafen besucht.

Voriger Artikel
Polizei sucht Trickbetrüger und Taschendieb
Nächster Artikel
Neue Route zeigt Schönheiten der Natur

Hartmut Dallmann (von links), Caren Marks, Willi Minne, Martin Kuhlmann, Marco Brunotte und Michael Ramsay tauschen sich über das Thema Sicherheit aus.

Quelle: Stephan Hartung

Langenhagen. Seit gut drei Monaten stand der Besuchstermin fest. Dabei wollten sich die Politiker über die Arbeit der Bundespolizei erkundigen und sich mit der Führungsriege über das Thema Sicherheit austauschen. Doch damals konnte noch niemand ahnen, dass es keinen besseren Anschauungsunterricht in der Praxis hätte geben können: Marks, Brunotte und Minne wurden nämlich Augen- und Ohrenzeuge einer Abschiebung.

Bei der sogenannten Sammelabschiebung wurden 53 Menschen zurück nach Montenegro geschickt. Sie waren zuvor aus dem gesamten Bundesgebiet nach Langenhagen gebracht worden. Von dort aus startete ein Flugzeug, um sie in den sogenannten sicheren Drittstaat zu fliegen – begleitet von 24 Beamten der Bundespolizei, die eine Zusatzausbildung als Flugbegleiter besitzen.

„Ich war beeindruckt, wie gut organisiert alles abgelaufen ist. Das ganze Abschiebeverfahren ging sehr ruhig vonstatten“, sagte Brunotte. Begleitet wurden die Politiker während ihres Termins mit der Bundespolizei von Martin Kuhlmann, Präsident der Bundespolizei-Direktion, Hartmut Dallmann, stellvertretender Inspektionsleiter, sowie vom Personalratsvorsitzenden Michael Ramsay.

Außerdem wurde in dem knapp zweistündigen Gespräch die Dienststelle an der Langenhagener Benkendorffstraße thematisiert.

Ein weiterer Punkt waren die zukünftigen Herausforderungen bei der Gefahrenabwehr sowie die Personalsituation. „Ab 2017 sollen bundesweit 3000 neue Stellen bei der Bundespolizei entstehen“, sagte Marks. Davon würde zu einem kleinen Teil auch die Dienststelle am Flughafen profitieren, wo aktuell mehr als 200 Mitarbeiter tätig sind.

Von Stephan Hartung

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Schulzentrum Langenhagen

Nahezu vollständig müssen das Gymnasium und ein Teil der IGS abgerissen und neu gebaut werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Mehr zum Schulzentrum Langenhagen lesen Sie hier. mehr