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Rotgrün: Kinderhaus wird Schule

Langenhagen Rotgrün: Kinderhaus wird Schule

Den Streit um die überfüllte Grundschule Kaltenweide und die fehlenden Hortplätze will Rotgrün beenden: Das neue Kinderhaus wird der Grundschule zugeschlagen. Nach dem Umzug der Feuerwehr soll dort ein neues Hortgebäude entstehen. Im Ortsrat wird die Idee am Dienstag vorgestellt.

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Zusätzliches Baugrundstücke im Weiherfeld treiben die Anwohner um: Sie beklagen, dass schon jetzt zusätzlicher Raum für Kinderbetreuung fehlt. Das geplante Kinderhaus hinter der Grundschule Kaltenweide soll im September 2017 fertig sein.

Quelle: Neander

Kaltenweide. Die rotgrüne Mehrheit in Orts- und Stadtrat will die seit Jahren problematische Situation an der Zellerie beenden. "Im Kinderhaus sind vier Räume, die auch als allgemeine Unterrichtsräume genutzt werden dürfen", sagte Kaltenweides Ortsbürgermeister und Ratsmitglied Wolfgang Langrehr am Montag dieser Zeitung.

"Uns ist bewusst, dass die Eltern, deren Kinder derzeit die Hort-Container nutzen müssen, davon enttäuscht sein werden", sagte Langrehr. "Aber wir müssen eine schnelle Lösung für alle finden", unterstützt ihn Dirk Musfeldt, der für die Grünen sowohl im Orts- als auch im Stadtrat sitzt.

Der Plan sieht vier Schritte vor: Wenn die Schule das Kinderhaus nutzt, könnte sofort zumindest ein Klassenzug mit dem Ganztagsbetrieb beginnen. "Das wiederum entlastet die Hortsituation", sagte Musfeldt. Danach soll die Mensa in den jetzigen Innenhof erweitert werden. Parallel müsse für die Feuerwehr auf dem Grundstück des ehemaligen NP-Marktes ein Neubau entstehen. Sobald die Fläche der Feuerwehr an der Zellerie frei ist, soll dort ein Gebäude für die außerschulische Betreuung entstehen. Ende dieser Arbeiten könnte 2019 sein.

Aktuell scheint sich die Situation ein wenig zu entspannen: Von den noch vor einem Monat beklagten 70 fehlenden Hortplätzen seien derzeit nur noch 21 Nachfragen übrig geblieben. Zugleich bleibt zum kommenden Kindergartenjahr eine ganze Gruppe frei mangels Nachfrage. "Das könnte passen", sagte Musfeldt.

Die Stadtverwaltung soll nun beauftragt werden, alle Kosten zusammenzutragen. "Wenn die Stadt das nicht selbst bauen kann, weil sie im Hochbau überlastet ist, müssen wir ein externes Büro beauftragen", sagte Langrehr. "Wir wollen das in jedem Fall umsetzen, um zum ersten Mal seit Jahren nicht mehr mit der Infrastruktur der Bevölkerungsentwicklung hinterherzulaufen", sagte Musfeldt.

Einen zweiten Schulstandort halten die beiden Politiker nicht für nötig. "Wir werden im Weiherfeld in den nächsten zehn Jahren einen gravierenden Rückgang der Grundschüler erleben", betonte Musfeldt. In der derzeit ebenso umstrittenen Frage einer Erweiterung des Weiherfelds spricht sich Musfeldt deshalb für einen differenzierten Umgang aus: "Wir kaufen die Flächen jetzt, aber erweitern das Baufeld später." Die Sitzung des Ortsrates beginnt um 19.30 im Niet Hus.

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In dem Kinderhaus sehen die Architekten insgesamt vier Gruppenräume von jeweils 60 Quadratmetern vor. Dies wäre auch für einen allgemeinen Unterrichtsraum groß genug. Zudem ist für jeden Gruppen- auch ein eigener Differenzierungsraum vorgesehen.

Quelle: Stadt Langenhagen

Von Rebekka Neander

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