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Eine dritte IGS für Langenhagen?

Langenhagen Eine dritte IGS für Langenhagen?

Soll auch die Robert-Koch-Realschule (RKS) eine Integrierte Gesamtschule werden? Diese Frage soll die Stadt auf Wunsch von SPD und Grünen prüfen. Die dann dritte IGS, so die Politiker, könnte die Nachfrage der Eltern befriedigen und den übermäßigen Wachstum der anderen Gesamtschulen verhindern.

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Auf Wunsch von SPD und Grünen soll die Stadt prüfen, ob auch aus der Robert-Koch-Realschule eine IGS werden soll.

Quelle: Neander

Langenhagen. Zwei Voraussetzungen, so SPD-Fraktionschef Marc Köhler, sind bereits erfüllt: Zum einen müsse die Stadt Langenhagen als Trägerin von Gesamtschulen nicht mehr zwingend Real- oder Hauptschulen vorhalten. Zum anderen lägen schon jetzt so viele Anmeldungen an Gesamtschulen vor, dass die Mindestvorgabe der Vierzügigkeit für drei Schulen ausreiche. Tatsächlich lagen den bestehenden Gesamtschulen im Stadtkern sowie an der Angerstraße in diesem Schuljahr 350 Anmeldungen vor. "Dies entspricht in etwa 14 Zügen", heißt dazu in der jetzt vorgelegten Drucksache 2016/367.

SPD und Grüne versprechen sich von einer dritten Gesamtschule vor allem das Ende des Wachstums an den bestehenden Schulen trotz weiter steigender Schülerzahlen. Tatsächlich sehen die groben Pläne für den Ausbau der IGS an der Konrad-Adenauer-Straße letztlich acht Züge vor. "Dies könnten wir damit verhindern", sagte Köhler auf Nachfrage dieser Zeitung. "Die Verwaltung soll nun erst einmal prüfen, ob eine Umwandlung möglich und sinnvoll ist." In der Drucksache selbst liest sich dies allerdings schon konkreter: Danach werde die Verwaltung "beauftragt, mit der Robert-Koch-Realschule Gespräche über eine zukünftige, jahrgangsweise Umwandlung der Schule in eine Integrierte Gesamtschule zu führen".

Für RKS-Rektor Thomas Kelber ist der Vorstoß der Politik im Grunde eine Rückkehr in seine Anfangstage in Langenhagen. "Als ich hierher wechselte, bewarb sich auch die Realschule um den Zuschlag für die neue Gesamtschule." Diesen erhielt seinerzeit zwar die Brinker Schule. "Aber eine deutliche Mehrheit unseres Kollegiums kann sich weiterhin mit der Idee identifizieren."

Auch Timo Heiken, Rektor der IGS an der Konrad-Adenauer-Straße, nennt die Idee "nicht unklug". Eine Ausweitung auf acht Parallelklassen, wie langfristig geplant, sei für eine Schule grundsätzlich nicht zwingend wünschenswert. "Ich habe dann ein Drittel mehr Arbeit als jetzt für die Funktionsträger, dabei aber keinerlei zusätzliche Stelle." Eine Stadt wie Langenhagen könne sich drei Gesamtschulen sehr wohl leisten angesichts der Schülerzahlen, sowie daneben auch ein Gymnasium mit sechs Zügen.

Im Rathaus wurde die Drucksache zur Kenntnis genommen. Einen Termin für eine erste öffentliche Debatte gibt es noch nicht. Unbenommen von dieser Idee prüft die Verwaltung dem Vernehmen nach weiterhin mögliche Standorte für eine zusätzliche weiterführende Schule in Kaltenweide. Ob die dortigen Schülerzahlen eine solche Schule dort langfristig jedoch ermöglichen, müsse erst mit einer Elternbefragung ermittelt werden. Diese versucht die Stadt bereits seit Längerem mit der Landesschulbehörde abzustimmen. Ein Ergebnis liegt jedoch noch nicht vor.

Mittwoch: Ratssitzung zum Gymnasium

Der Rat wird in einer Sondersitzung am Mittwoch über den Umzug des Gymnasiums an die Rennbahn endgültig abstimmen. Die SPD will ihren Antrag zum Verbleib beider Schulen im Stadtkern zuvor zurückziehen und den Weg an die Rennbahn mittels eigener Enthaltung freimachen. Daran, sagt SPD-Fraktionschef Marc Köhler auf Nachfrage, ändere auch nichts der jetzt vorgelegte Prüfauftrag zur dritten IGS. Die Ratssitzung beginnt um 18 Uhr im Ratssaal. Zu Beginn und am Ende können Fragen an Politik und Verwaltung gestellt werden. Es wird die letzte Sitzung des amtierenden Rates sein. Das neu gewählte Gremium konstituiert sich am Montag, 7. November, 18 Uhr, dann in der Aula des Schulzentrums.

Von Rebekka Neander

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