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Vereine steigen aus Bad-GmbH aus

Langenhagen Vereine steigen aus Bad-GmbH aus

Eine "Großspende" macht es möglich: Der SV Langenhagen will alle Anteile der Hallenfreibad GmbH in Godshorn übernehmen. Die übrigen sieben Vereine sollen ihre Einlagen zurückerhalten, ein entsprechender Vertrag wurde bereits unterschrieben. Ob die Insolvenz vom Tisch ist, bleibt allerdings fraglich.

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Ob es abwärts geht mit der Hallenfreibad GmbH wie auf der Rutsche des Außenbeckens oder wieder aufwärts, ist mit der Anteilsübernahme nicht geklärt.

Quelle: Neander

Godshorn. Der Schwimmverein Langenhagen will alleiniger Gesellschafter der Hallenfreibad GmbH werden. Einen entsprechenden Übernahmevertrag haben jetzt die übrigen Anteilseigner unterschrieben. Sie sollen in den kommenden Tagen jene Einlage im Gesamtwert von rund 20.000 Euro zurückerhalten, mit der sie zuletzt an der Betreibergesellschaft beteiligt waren. In dem Übernahmevertrag wurde, wie es heißt, zudem geregelt, dass alle davon betroffenen Schwimmsportvereine die bisher genutzten Bahnenzeiten bei gleichen Preisen in Godshorn behalten können.

Mit diesem Zug wird der Geschäftsführer der Gesellschaft als Vorsitzender des SV Langenhagen auch Sprecher des einzigen Anteilseigners. Welchen Nutzen Gesellschaft und Verein aus diesem dem Vernehmen nach vom Vorstand gebilligten Geschäft ziehen, darüber wollten weder der Geschäftsführer noch sein Anwalt am Wochenende Stellung nehmen. Frühestens kommenden Donnerstag werde man mit "allen Entscheidungen und Hintergründen" an die Öffentlichkeit gehen. Nur soviel: Die Spende habe der Geschäftsführer persönlich akquiriert, um sie dem Verein zum Zwecke des Anteilskaufs zuzuführen. Zu Beginn der kommenden Woche solle zudem zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des SVL eingeladen werden. Dabei werde über die Verwendung der Spende informiert.

Der SVL hatte den übrigen beteiligten sieben Vereinen vor gut zwei Wochen überraschend das Angebot gemacht, die Anteile zu übernehmen. Dem Vernehmen nach einigten sich alle angefragten Vereine darauf, dem Angebot zu folgen - vor allem vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Probleme der GmbH. Nur so könne ausgeschlossen werden, dass die Einlagen bei einer Insolvenz verloren gehen. Nur eine Änderung würde bei Vollzug der Übernahme eintreten: Bei einer Insolvenz hätte nur noch der SVL Einblick in die Bücher.

An der Zahlungsfähigkeit der in finanzielle Schieflage geratenen Gesellschaft ändert die Übernahme erst einmal nichts. Weiterhin liegt der Stadt kein konkretes Hilfsersuchen vor. Auch sind in den vergangenen Wochen keine ergänzenden Unterlagen an das Rathaus versandt worden. Deshalb kann dort, wie Bürgermeister Mirko Heuer auf Nachfrage bestätigte, auch niemand prüfen, wie belastbar die vorgelegten Bilanzen für 2014 und 2015 sind. Unter anderem fehlt eine Übersicht über etwaige noch offene Verbindlichkeiten.

Eine Stellungnahme des Vorstandes auf der Homepage des SVL greift dem indessen weit voraus. Unter anderem heißt es dort: "Zunächst ist es dafür aber notwendig aktuelle Zahlen zu ermitteln und die Sachlage durch Fachleute prüfen zu lassen. Gleichzeitig finden intensive Gespräche mit der Stadt Langenhagen statt und es gibt auch schon Lösungsansätze für die Fortführung des Betriebes, wie zusätzliche finanzielle Unterstützungen seitens der Stadt über die noch entschieden werden muss."

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Probleme sind jegliche Wahlkampf-Diskussionen über einen Weiterbetrieb des Freibades nach Eröffnung der neuen Wasserwelt Langenhagen in der Kernstadt erst einmal verstummt. Die jetzt aus der GmbH ausscheidenden Vereine hatten sich dazu nie öffentlich geäußert. Zum einen, weil sie ohnehin nur sehr selten die Außenbecken nutzen. Zum anderen gelten dem Vernehmen nach die Außenanlagen als zu stark sanierungsbedürftig.

Von Rebekka Neander

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