Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 11 ° Regen

Navigation:
Nächster Großbau startet im Stadtkern

Langenhagen Nächster Großbau startet im Stadtkern

Noch in dieser Woche beginnt der Abriss des Garagenhofs und die Rodung einiger Bäume: Das Langenhagener Wohnungsbau-Unternehmen Saccullo will bis 2019 zwischen Klinikum und Walsroder Straße 91 Eigentums- und Mietwohnungen bauen. 20 davon werden öffentlich gefördert und stehen sozial Schwächeren zu.

Voriger Artikel
Wasserwelt: Höherer Rabatt für Familien
Nächster Artikel
Unfall am Flughafen

Bis Ende dieser Woche soll mit dem Abriss der Garagen zwischen Klinikum und Walsroder Straße begonnen werden. Parallel dazu werden einige Bäume auf dem Grundstück gefällt.

Quelle: Neander

Langenhagen. Mit diesem Großbau schließt sich die letzte Lücke in der Bebauung zwischen Stadtpark und Walsroder Straße. Die Firma Saccullo Massivhaus GmbH errichtet dort sechs Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 91 Wohnungen sowie vier Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss entlang der Straßenlinie. Eine davon wird Saccullo selbst nutzen und seine bislang am südlichen Teil der Walsroder Straße gelegene Unternehmenszentrale dorthin verlagern.

Der besonderen Bedeutung des Areals mit seinem alten Baumbestand ist sich Geschäftsführer Antonio Saccullo durchaus bewusst. "Wir haben mit Vertretern der Stadt und des Naturschutzbundes das gesamte Grundstück auf mögliche Winterquartiere von Fledermäusen untersucht", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Dies gelte auch für die alten Garagen und Schuppen, die als Verstecke in Frage kommen können. Ricky Stankewitz, Vorsitzender des Nabu in Langenhagen, bestätigt dies. "Georg Obermayr und ich hatten darauf gedrungen, damit in den alten Gebäuden nichts übersehen wird", sagte Stankewitz auf Nachfrage dieser Zeitung. "Aber diese Befürchtung hat sich nicht bestätigt." Der Nabu möge zwar nicht, was dort nun passiere. "Aber rechtlich ist das alles in Ordnung."

Damit die laut Baugenehmigung zu erhaltenden Bäume bei den Arbeiten nicht beschädigt werden, wird sie eine Fachfirma "besonders betreuen". In dieser Phase, so Saccullo, werde auch ein Hegeschnitt vollzogen und die alte Eiche vom schädigenden Efeu befreit. "Zudem werden wir auch eine Vielzahl von Bäumen neu pflanzen", berichtete Antonio Saccullo während eines Ortstermins dieser Zeitung. Gemeint ist damit nicht nur die Grünanlage zwischen den sechs Gebäuden, die jeweils rund 17 Meter von einander entfernt stehen werden, sondern auch der Grünstreifen entlang der Walsroder Straße. Während die bereits direkt neben den Elisabeth-Arkaden im Bau befindlichen Mehrgeschosshäuser direkt an den Geh- und Radweg anschließen, liegen die nun hinzu kommenden Gebäude zwischen fünf und 6,5 Meter zurückgesetzt.

Sobald der Abriss der Garagen und die Rodung der überschüssigen Bäume beendet sind, wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst das Gelände auf Blindgänger sondieren. Saccullo rechnet mit dem Beginn des Bodenaushubs im März. Nach Aussage von Anette Mecke, Leiterin der Abteilung Straßen und Verkehr im Rathaus, muss für die Bauarbeiten der Geh- und Radweg ähnlich in Beschlag genommen werden wie bei der benachbarten Baustelle. "Der Weg wird entsprechend verschwenkt und die Walsroder Straße wird dort dann genauso zweispurig befahrbar sein."

20 Sozialwohnungen geplant

Auf Drängen der damaligen rotgrünen Ratsmehrheit hat die Stadt den Verkauf der Fläche an Saccullo mit dem Bau von öffentlich geförderten Wohnungen verknüpft. Diese werden im südlichsten der sechs Mehrgeschossgebäude untergebracht und werden im Gegensatz zu den übrigen Gebäuden keine Tiefgaragen-Plätze erhalten. "Das wäre nicht zu finanzieren gewesen", sagt Geschäftsführer Antonio Saccullo.

doc6tjzbcuawiewsxlifv4

Zwischen den Gebäuden und der Straße bleibt ein Grünstreifen von mindestens fünf Metern. Die öffentlich geförderten Wohnungen entstehen in dem südlichen Gebäude.

d

Quelle: Grafik Saccullo
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Schulzentrum Langenhagen

Nahezu vollständig müssen das Gymnasium und ein Teil der IGS abgerissen und neu gebaut werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Mehr zum Schulzentrum Langenhagen lesen Sie hier. mehr