Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Geschäftsleute wollen ihr Quartier retten

Langenhagen Geschäftsleute wollen ihr Quartier retten

Aus Walsroder Straße und Bahnhofstraße sollen wieder attraktive Wohn- und Geschäftsstraßen werden. Mit diesem Ziel hat sich jetzt der Sanierungsbeirat für die nördliche Kernstadt auf den Weg gemacht. Noch im Dezember soll der Rat diesen und den Beirat für Wiesenau bestätigen.

Voriger Artikel
Feuerwehr übergibt Baby glücklicher Mutter
Nächster Artikel
Im Team für mehr Sicherheit sorgen

Knapp 30 Anwohner und Geschäftsleute der nördlichen Kernstadt haben die Gründungsversammlung des Sanierungsbeirats verfolgt.

Quelle: Neander

Langenhagen. Wettbewerb belebt das Geschäft. Den Ladeninhabern entlang der Walsroder Straße muss man das nicht erklären. Und doch entbrennt im Publikum am Ende der Sitzung ein eher ungeplanter Wettstreit: Welche Straße ist hässlicher? Die Walsroder oder die Bahnhofstraße?

Geklärt werden konnte diese Frage nicht wirklich. Wohl aber die zeitliche Reihenfolge ihrer Veränderung. „Wir müssen jetzt schnell die ersten Projekte auf den Weg bringen, damit wir keinen Zuschuss in 2016 verlieren“, erläuterte Stadtplanerin Carolin Ottensmeyer am Dienstagabend dem frisch gegründeten Sanierungsbeirat für die nördliche Kernstadt. Um die Walsroder Straße aber langfristig wieder nach vorn zu bringen, bedürfe es ausgiebiger und sorgfältiger Absprachen mit allen dort Beteiligten. „Deshalb haben wir die Sanierung der Bahnhofstraße und des Bahnhofvorplatzes zeitlich vorgezogen.“

Dass beide Straßen eine Verbesserung bei Konzept und Bausubstanz nötig haben, davon musste in dieser Sitzung niemand überzeugt werden. Diese Erkenntnis war bereits vor zwei Jahren Grundlage der Voruntersuchung, die letztlich den Zuschlag für die öffentlichen Zuschüsse ermöglicht hat. Überzeugt werden mussten davon auch die rund 30 Zuhörer nicht, von denen jetzt 20 offiziell dem Sanierungsbeirat angehören.

Laut der ebenfalls an diesem Abend endgültig formulierten Geschäftsordnung gehören dem Beirat in festgelegten Anteilen Mieter, Hauseigentümer und Geschäftsleute an. Sie werden in den kommenden zwölf Jahren die Vergabe der von Bund, Land und Stadt bereitgestellten Zuschüsse von insgesamt 9,6 Millionen Euro beratend begleiten. Die endgültige Entscheidungsbefugnis liegt jedoch beim Rat der Stadt, der seinerseits nun die Geschäftsordnung und die Besetzung des Beirates formal bestätigen muss. Gleiches gilt auch für den vor Kurzem gegründeten Beirat für das Sanierungsgebiet Wiesenau.

Auf Wunsch des Sanierungsbeirates sollen bei jeder öffentlichen Sitzung interessierte Bürger zu Beginn und am Ende Fragen und Anregungen vortragen. Zudem wurde in der Tagesordnung ein „Bericht der Verwaltung“ aus den beteiligten politischen Ausschüssen fest verankert.

Der Sanierungsbeirat wird das nächste Mal am Dienstag, 21. Februar, um 19 Uhr zusammenkommen. Der Ort wird zeitnah bekanntgegeben. Bereits im Januar will die Gruppe in zwei Stadtteilspaziergängen unter anderem jene etwa 20 Immobilien besuchen, die in der Voruntersuchung als „ortsbildprägend“ und damit vordringlich förderungsfähig eingestuft worden sind. Ziel des Sanierungsgebietes ist die Wiederbelebung des Quartiers als Wohn- und Geschäftsviertel.

Bürger, die sich für das Sanierungsgebiet Kernstadt Nord/Walsroder Straße interessieren, finden alle notwendigen Informationen und Ansprechpartner im Internet unter www.langenhagen.de auf der Homepage der Stadt unter dem Menüpunkt „Sanierungsgebiete“. Im Langenhagener Rathaus ist Christine Söhlke unter Telefon (0511) 73079494 erreichbar sowie unter christine.soehlke@langen
hagen.de per E-Mail.

Von Rebekka Neander

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Schulzentrum Langenhagen

Nahezu vollständig müssen das Gymnasium und ein Teil der IGS abgerissen und neu gebaut werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Mehr zum Schulzentrum Langenhagen lesen Sie hier. mehr