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Schleichverkehr bei Netto verärgert Anwohner

Langenhagen Schleichverkehr bei Netto verärgert Anwohner

Anwohner aus Wiesenau sind genervt: Viele Autofahrer nutzen den Netto-Parkplatz als Abkürzung - und sorgen vor allem am frühen Abend zu Verkehrschaos auf der Heinrich-Heine-Straße. Die Langenhagener Stadtverwaltung will die Situation nun überprüfen und gemeinsam mit dem Markt eine Lösung suchen.

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Zahlreiche Autofahrer nutzen den Netto-Parkplatz als Abkürzung. Zu Stoßzeiten staut sich der Verkehr an der Heinrich-Heine-Straße daher oft vom Markt bis zur Vahrenwalder Straße.

Quelle: Lisa Malecha

Langenhagen. Es sei genau das eingetreten, was die Anwohner befürchtet haben, sagt Anja Sander (SPD), während sie auf dem Netto-Parkplatz steht und die Autos beobachtet. „Da kommen schon die nächsten zwei – und gleich noch einer hinterher“, sagt sie. Sie hat bereits 15 Autos innerhalb der letzten fünf Minuten beobachtet, die an der Reinhold-Schleese-Straße auf den Parkplatz fahren, nur um ihn an der Heinrich-Heine-Straße wieder zu verlassen. „Der Netto könnte sich freuen, wenn die hier tatsächlich einkaufen würden“, sagt die Ratsfrau. Doch eine Vielzahl von Fahrzeugen nutzt den Parkplatz nur als Abkürzung – sehr zum Leid der Anwohner in Wiesenau.

Die Diskussion um den Parkplatz ist keinesfalls neu: Die Anlieger hatten schon vor der Eröffnung ihre Bedenken geäußert. Sie befürchteten, dass Mitarbeiter aus den angrenzenden Firmen den Parkplatz als Schleichweg nutzen, um den täglichen Stau auf dem Industrieweg zu umgehen. Daher hatte Netto eine Parkscheibenregelung eingerichtet und die Zufahrt zur Heinrich-Heine-Straßen außerhalb der Geschäftszeiten von 7 bis 22 Uhr mit einer Schranke gesperrt. Dennoch fahren immer wieder Firmen- und Privatfahrzeuge über den Parkplatz. Zum Teil staut sich der Verkehr von der Ausfahrt bis zur Kreuzung Heinrich-Heine-Straße/Vahrenwalder Straße.

„Da kommen schon wieder zwei“, sagt Sander und zeigt auf die Autos – die deutlich zu schnell über den Parkplatz fahren. „Wir würden vorschlagen, Poller auf der Mitte des Platzes aufzustellen“, empfiehlt die Ratsfrau. Denn ganz verschwinden dürfe die Zufahrt für Wiesenauer nicht. „Allerdings muss eine Lösung her – so geht es nicht“, betont Sander. Sie begrüße den Markt für Wiesenau, dennoch dürfe die Belastung für die Anwohner nicht hingenommen werden. „Als ich eingeparkt habe sind mindestens schon 15 Autos durchgefahren“, sagt sie und fordert Markt und Verwaltung dazu auf, gemeinsam eine akzeptable Lösung zu finden.

Langenhagens Stadtbaurat Carsten Hettwer indes sind nur vereinzelte Beschwerden von Anwohnern bekannt. Dennoch prüfe die Verwaltung die Situation. Wie der Schleichverkehr verhindert werden kann, ist allerdings unklar. „Das muss zusammen mit den Verantwortlichen von Netto geklärt werden“, sagt Hettwer.

Dem Konzern selbst ist das Problem bekannt – Lösen können sie es nach eigenen Angaben allerdings nicht: „Netto kann die Fremdnutzung vor allem während den Öffnungszeiten nicht verhindern“, sagt Christina Stylianou, Leiterin Unternehmenskommunikation von Netto Marken-Discount. Selbst die Schranke, die zum einen verhindern soll, dass der Parkplatz nach Ladenschluss überquert und zum anderen großen Lastwagen die Durchfahrt erschweren soll, sei bereits mehrfach beschädigt worden, sagt sie.

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Von Lisa Malecha

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