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Schüler informieren sich über Verkehrsthemen

Langenhagen Schüler informieren sich über Verkehrsthemen

Motorräder, Autos, Lkw, Bus, Stadtbahnen: Wer zu Fuß oder per Rad unterwegs ist, ist oft das schwächste Glied. Bei den Verkehrstagen haben Sechst- und Siebtklässler des Gymnasiums Langenhagen viel Wissenswertes zum Thema Sicherheit gelernt - und dass auch sie etwas tun können, um anderen zu helfen.

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Am Ende ein ganz normaler Hund mit Bedürfnissen: Schäferhund Ulan genießt die Aufmerksamkeit der Schüler der Klasse 6F. So lange sein Führgeschirr nicht am Körper sitzt, darf er gestreichelt werden.

Quelle: Zottl

Langenhagen. Unsicher wirkt Svenja Lübber nicht. Auch wenn man sie getrost als vermeintlich "schwaches Glied" im Straßenverkehr benennen könnte. Doch die Oldenburgerin ist extra für die Verkehrstage mit der Bahn angereist, um den Jugendlichen zu erzählen, wie es ist, als Blinde unterwegs zu sein. "Ich kann keinen Blickkontakt zu Leuten aufnehmen, um um Hilfe zu bitten. Das macht es schwieriger", räumt sie ein. Und ganz ohne fremde Leute geht es manchmal eben doch nicht - auch, wenn einer der wichtigsten Helfer, ihr weißer Schäferhund Ulan, während ihres Vortrags im Musikraum der Schule dösend zu ihren Füßen liegt.

Ulan ist ein ausgebildeter Führhund - und jetzt, wo sein Führgeschirr am Tischbein lehnt, außer Dienst. "Er zeigt mir, wo in der Bahn ein freier Platz ist", erläutert Lübber und fügt hinzu: "Rote Ampeln beispielsweise kann er mir nicht anzeigen." Auch die richtige Buslinie zu finden, ist eher ein Fall für helfende Zweibeiner. Und die reagieren auf ihre Hilfegesuche oft sehr unterschiedlich. "Es gibt Leute, die mir dann sagen, dass sie unsicher sind, was sie tun sollen. Das ist gar kein Problem. Schwieriger sind die, die an mir unbedingt ihre gute Tat vollbringen wollen", berichtet sie mit einem Lächeln. "Da kann man auch mal in den falschen Bus geraten." Sie rät, einen Sehbehinderten anzusprechen und Hilfe anzubieten, wenn er unsicher wirken sollte. "Aber nicht einfach auf die Schulter klopfen. Und wenn er `Nein danke´sagt, meint er es auch so."

Die offene Art Lübbers kam bei den Schülern gut an - interessiert lauschten sie und stellten eine Menge Fragen. Wenn auch weniger zum Thema Verkehr: Viel mehr interessierte die Jugendlichen, wie Lübber ihr Handy bedient, ein Steak zerteilt oder woher sie weiß, welche Farben sie trägt. Auch Ulan zog die Sechst- und Siebtklässler an - den sie, wie sie erfuhren, nicht streicheln dürfen, solange er sein Führgeschirr trägt. "Dann ist er im Dienst und man sollte ihn nicht stören. Ohne Geschirr ist er aber ein ganz normaler Familienhund", sagte Lübber.

Lübbers Besuch war nur eines von zahlreichen Angeboten während der zweitägigen Aktion. Auch Polizei, Feuerwehr und ADAC waren vertreten und boten Aktionen wie einen Fahrradcheck oder einen Geschicklichkeitsparcours an. Ein wenig Baywatch-Gefühl gab es bei der DLRG-Wachstation: Wachleiter Hans-Martin Rinsche versorgte die Schüler mit wissenswerten Infos zum Thema Sicherheit beim Baden. Für Spaß sorgte DLRG-Bootsführer Horst Semmler; er drehte mit den Schülern eine rasante Motorbootrunde auf dem Silbersee.

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