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Schüler entdecken die IGS

Langenhagen Schüler entdecken die IGS

Für wen ist die IGS die richtige Schule? Eltern und Kinder konnten sich beim Tag der offenen Tür selbst einen Eindruck davon machen. Dort schlugen Schüler auf glühende Eisen, Roboter sortierten farbige Klötze und die Schule setzte ein Zeichen gegen Erdnüsse im Essen - mit ernstem Hintergrund.

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Die Siebtklässler Max (von links), Pia und Max lassen den Roboter farbige Würfel in die richtigen Becher sortieren.

Quelle: Oehlschläger

Langenhagen. Erst vor etwas mehr als einer Woche sind sie wieder in Deutschland gelandet. Nun berichten Rose und Anna aus dem zehnten Jahrgang in der Pausenhalle von ihrer Austauschfahrt in den Norden Irlands. "Von Ende Oktober bis Anfang November waren die Iren hier", erzählt Anna. Der Gegenbesuch nach Derry startete Ende Februar. "Am Anfang war es ein bisschen schwer mit dem Akzent", sagt Rose. "Aber es war eine gute Vorbereitung für die Klausuren." 

180 Schüler kann die IGS zum neuen Schuljahr in den fünften Jahrgang aufnehmen. Schulleiter Timo Heiken schwärmt vor den potentiellen Neu-Besuchern besonders von den Theatervorführungen. "Wir haben einen Theaterpädagogen hier an der Schule." Studiere dieser mit den Klassen Stücke ein, dann "kann das zum besseren Verständnis einer Lektüre wie 'Die Leiden des jungen Werther' führen, aber auch pädagogisch wirken, zum Beispiel bei Gewaltprävention oder dem Umgang mit dem Fremden", sagt Heiken. 

Funken fliegen währenddessen im Trakt für Arbeit, Wirtschaft und Technik. Dort schlagen Firat und Vikas auf glühendes Eisen, dass sie vorher in den heißen Kohlen aufgeheizt haben. "Dieser Wahlpflichtkurs ist eher für Leute gedacht, die keine zweite Fremdsprache machen", sagt Lehrer Hansjörg Rock. So sollten Zehntklässler gefördert werden, die eher handwerklich begabt seien. Diese schweißen zur Präsentation wenig später ihre Metallstücke zu einem Kerzenleuchter zusammen. 

Dass sich Schüler schon mit Inklusion beschäftigen, zeigen Marie, Sofia und Chirin an ihrem Stand. "Wir machen seit fünf Jahren bei Jugend forscht mit", sagt Maria. "Wir wollen zeigen, dass es noch mehr Wahlpflichtkurse gibt als Theater und Kunst." Sie präsentieren den Besuchern, wie sich auch blinde Kinder in der Schule zurechtfinden können. Dafür haben sie Metallplatten in den Boden eingelassen und an das Ende eines Blindenstocks einen Magneten platziert. So werde der Schüler auf den unsichtbaren Bahnen geleitet. 

Wie sich Roboter programmieren lassen, steht in der IGS ab der sechsten Klasse auf dem Programm. "Wer Blut geleckt hat, kann bis zur zehnten Klasse in unsere Robotik-Ag kommen", sagt Techniklehrer Malte Sprengel. Auch die Siebtklässler Pia, Max und Max sind dabei geblieben. Einer der Roboter sortiert beispielsweise Farben. "Der Sensor erkennt die Farben der Steine", erklärt Pia. Sie hält einen kleinen Plastikwürfel vor eine leuchtende Glasfläche und lässt ihn dann zu den anderen auf eine Schiene gleiten. Als alle Würfel eingelegt sind, sortiert sie der Roboter in beschriftete Becher - alle richtig. 

Kampagne gegen die Erdnuss

Eine Handvoll Schüler an der IGS bekämen durch Erdnüsse eine starke allergische Reaktion, die schon bei geringen Mengen tödlich wirken kann, sagt Schulleiter Timo Heiken. "Da reicht es schon, wenn man eine Tüte Erdnussflips aufmacht." Daher habe der Kunstleistungskurs einen Wettbewerb gestartet, eine Plakatkampagne gegen Erdnüsse im Essen zu gestalten. Gewonnen hat die Gruppe um Pia Röhricht, die inzwischen in Göttingen studiert. An sechs Plätzen in der Schule hängen nun jeweils zwei zusammenhängende Plakate, die die 21-Jährige mit ihren Mitstreitern selbst gestaltet hat - inklusive Logo. "Marie hat Angst vor Spinnen ...", steht auf dem einen, daneben krabbelt ein achtbeiniges Tier. Das zugehörige Plakat zeigt eine Erdnuss. Darüber steht: "... Ida hat Angst zu sterben." Das Ziel sei, Aufmerksamkeit zu erzeugen, sagt Schulleiter Heiken. "Das ist aber sehr schwierig, weil man es immer wieder wiederholen muss." Nun sollen die Plakate diesen Zweck erfüllen.

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Von Nils Oehlschläger

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