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Schüler lassen Roboter bei WM tanzen

Langenhagen Schüler lassen Roboter bei WM tanzen

Die Aufregung ist jetzt schon groß: Acht junge Schüler des Gymnasiums - verstärkt um einen ebenso großen Begleittross - heben am Sonnabend Richtung China ab. Sie vertreten Deutschland bei der Robocup-Weltmeisterschaft im Reich der Mitte.

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Am Sonnabend heben sie ab: Die Schüler der Klasse 6A des Gymnasiums vertreten mit ihren Mini-Robotern Deutschland bei der Robocup-Weltmeisterschaft in China. 

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. In den vergangenen Tagen ist noch fleißig getüftelt worden, auch mit Hilfe älterer Jahrgänge oder ehemaliger Schüler des Gymnasiums, die aber ebenfalls einst in der Robocup AG aktiv waren. Die Sechstklässler um die betreuende Lehrerin Tanja Wernicke hübschten ihre Roboter zudem noch ein wenig auf. Als amtierender Deutscher Meister müssen ihre kleinen Roboter bei der WM in China in der Kategorie „Dance Primary“ eine Art Tanz aufführen. Doch nicht nur das. Die Zwölfjährigen aus der Klasse 6A haben auch die Aufgabe, ihre Technik samt Programmierung in einer Präsentation vorstellen - alles selbstverständlich in englischer Sprache.

Als nationaler Meister vertreten die Gymnasiasten nun Deutschland vom 17. bis 23. Juli bei der Weltmeisterschaft in der chinesischen Millionenstadt Hefei. Das Langenhagener Team Robo Great Dance Group (GDG) tritt gegen 25 andere Nationen an. Und kann durchaus in die prominenten Fußstapfen ihrer Vorgänger treten. In Brasilien (2014) und in den Niederlanden (2013) hatten bereits Teams aus Langenhagen an der Weltmeisterschaft teilgenommen, 2008 reichte es sogar zum Titelgewinn. Und was erwartet Lehrerin Wernicke. „Ein Platz unter den ersten zehn ist unser Ziel.“

Das die Reise, die wegen des Alters der Schüler von acht Betreuern begleitet wird, überhaupt möglich wurde, ist nicht nur diversen Spendern wie etwa MTU, der Stiftung Niedersachsenmetall, dem CCL-Management oder dem Flughafen zu verdanken, sondern auch den Eltern der acht Kinder selbst. Denn die Flüge übernehmen sie, steuern so pro Kind etwa 1000 Euro bei.

Das der Trip ein Abenteuer wird, dafür hat Wernicke schon gesorgt. „Ein bisschen kulturelles Programm muss schon dabei sein“, betont die Lehrerin. Deshalb werde vor der WM an den ersten drei Tagen der Reise in Peking Station gemacht. Dafür hätten sich die vier Jungen und vier Mädchen im Vorfeld nicht nur mit der Kultur Chinas befasst, sondern auch erste Sprachkenntnisse erworben. „Und wir alle können auch mit Stäbchen essen“, sagt die zwölfjährige Hanna, die gemeinsam mit ihrer Klassenkameradin Ricarda die Präsentation geschrieben hat. Gleichwohl sei sie - wie alle anderen Schüler schon froh, dass es zumindestens in Peking Fastfood-Lokale und damit bekanntes Essen gebe. Für die beiden, wie auch für Alessa bedeutet der 18-stündige Flug ab Frankfurt mit Zwischenstopp in Dubai eine besondere Premiere: Es ist für die Drei der erste Flug überhaupt. Und Angst? Ein bisschen schon, aber vor „allem freudige Aufregung“, gesteht Hanna und erntet von ihren Teamkameraden kopfnickend vollste Zustimmung.

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