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Schüler legen aus Protest Verkehr lahm

Langenhagen Schüler legen aus Protest Verkehr lahm

Mit einem Flashmob haben am Mittwoch Schüler des Gymnasiums Langenhagen Flagge gezeigt und den Verkehr auf der Konrad-Adenauer-Straße lahmgelegt. Damit protestierten sie gegen die vermutete Verzögerungstaktik der Politik in Sachen Schulneubau. Denn die Zeit drängt, argumentiert die Schülervertretung.

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Nichts geht mehr. Schüler des Gymnasiums blockieren aus Protest die Konrad-Adenauer-Straße.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Alle 1100 Gymnasiasten, auch aus der Außenstelle an der Hindenburgstraße sind am Mittwoch dem Ruf der Schülervertretung ins Zentrum gefolgt. Dort haben sie gemeinsam mit vielen Lehrern für gut 15 Minuten den Verkehr auf der Konrad-Adenauer-Straße lahmgelegt. Wie die stellvertretende Schülersprecherin Isabelle König sagte, wollten die Gymnasiasten sämtlicher Jahrgänge darauf aufmerksam machen, dass der Schulneubau kommen muss. Zumal die prognostizierten Zahlen in den nächsten Jahren mit etwa 1500 Schülern deutlich nach oben deuteten.

Königs Angaben zufolge befürchten die Schüler nach einem Bericht dieser Zeitung, dass die Politik aus taktischen Gründen in der heutigen Sitzung des Schulausschusses um 17.45 Uhr im Ratssaal keinen Beschluss zu dem Schulstandort fassen wird. Das würde bedeuten, dass sich der wegen fehlendem Brandschutz notwendige Neubau weiter verzögert.

Um ihren Protest sichtbar zu machen, hatten sich die Schülervertreter spontan zu dem Flashmob entschieden. „Wir wollen, dass sich jetzt was ändert, nicht erst in zwölf Jahren“, betonen König und Schülersprecher Diyar Enez. Und für sie, wie die anderen Schüler und Lehrer ist klar, dass der Neubau nicht im Zentrum entstehen darf. Vor allem wegen der dabei drohenden langen Bauzeit. „Schule soll Spaß machen und nicht über Jahre vom Baulärm begleitet werden“, unterstreicht König und spricht sich für den Standort Rennbahn aus.

Und was sagt Schulleiter Matthias Brautlecht zu der Aktion? „Ich finde es toll, wenn Schüler die Initiative ergreifen und ihre Belange deutlich machen“, lobte der Rektor.

Da der Protest nicht angemeldet war, mussten sich Autofahrer und auch die Linienbusse für 15 Minuten andere Wege suchen. Zum Ende der Aktion trat dann auch die Polizei in Erscheinung und nahm die Personalien der verantwortlichen Schüler auf. Gleichwohl: „Die Polizei schätzt die Angelegenheit als spontane Geschichte ein“, sagt Kommissariatssprecher Rüdiger Vieglahn auf Anfrage. „Aus diesem Grund wird wahrscheinlich auf ein Ordnungswidrigkeitenverfahren verzichtet.“

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Von Sven Warnecke

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