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Schüler und Eltern helfen bei Integration

Langenhagen Schüler und Eltern helfen bei Integration

Landet man in einem fremden Land, gibt es viel Papierkram zu erledigen und eine neue Kultur kennenzulernen. Aber wie, wenn man die Menschen nicht versteht? Um diesen Problemen entgegenzuwirken, hat die IGS-Süd das Interkulturelle Café (I-Café) eingerichtet. Dort soll vor allem Flüchtlingen geholfen werden.

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Unterhalten, voneinander Lernen und einander helfen können die Teilnehmer des I-Cafés in der IGS-Süd.

Quelle: privat

Langenhagen. Bereits dreimal haben sich Flüchtlinge, Schüler und Eltern zum Interkulturellen Café in der IGS-Süd getroffen. Dabei soll in erster Linie den Neubürgern geholfen werden: Durch Gespräche und Spiele können Kontakte geknüpft, Probleme gelöst und gegenseitiges Verständnis geschaffen werden. Doch auch Schüler und deren Eltern können durch Gespräche interessante und nette Bekanntschaften machen.

Dass das Modell angenommen wird, zeigt sich laut IGS-Süd bei den jungen Teilnehmern. "Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen beim I-Café wächst stetig, die Anzahl der Elternschaft stagniert dagegen", heißt es seitens der Schule. Daher wünscht sich der Sozialpädagoge Stephan Soppert mehr Präsenz von der Elternschaft. Hoch erfreut zeigte er sich hingegen über die zahlreichen Kuchen, die die Eltern zum dritten Treffen mitgebracht hatten. „Ich finde das soziale Engagement unserer Erziehungsberechtigten sowie Schülerinnen und Schüler vorbildlich und bedanke mich sehr für die tatkräftige Unterstützung im Rahmen des I-Cafés", sagt Soppert. So wurden Gesellschaftsspiele gespielt und Unterhaltungen geführt - wobei IGS-Schüler mit Migrationshintergrund oft als Dolmetscher gefragt waren.

Es ist eine wichtige, aber oft auch schwierige Arbeit für die freiwilligen Helfer. So gelte es nach wie vor, mit sprachlichen Barrieren zurechtzukommen, teilt die IGS-Süd mit. In den verschiedenen Kulturen gebe es unterschiedliche Ansichten über Kindererziehung oder die Gleichberechtigung von Frauen. Auch Fremden- sowie Religionsfeindlichkeit gelten als Problem.

Die nächst Gelegenheit für interessante und hilfreiche Gespräche gibt es am Montag, 22. August, von 16 bis 18 Uhr in der Schulmensa an Angerstraße 12. Das ursprünglich für den 20. Juni angesetzte Treffen bei Kaffee und Kuchen musste verschoben werden: Das Datum fällt in den muslimischen Fastenmonat Ramadan.

Von Nils Oehlschläger

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