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Schüler verschönern Bahnhof

Langenhagen Schüler verschönern Bahnhof

Der an Privatleute verkaufte Bahnhof am Pferdemarkt wird langsam, aber sicher zum Kulturzentrum. Daran beteiligt ist die Kultur-Stiftung Langenhagen. Sie finanziert einen Graffitiworkshop für Schüler, die eine der Außenwände in den Herbstferien gestalten sollen.

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Weil für den Bahnhof ein neuer Zugang geschaffen werden musste, entstand diese Betonwand. Diese dürfen die Schüler nun mit einem Graffito verzieren.

Quelle: Rebekka Neander

Langenhagen. Auf die endgültige Eröffnung der Wartehalle als Veranstaltungsraum mit Bewirtung werden Kulturfreunde noch ein wenig warten müssen. Aber dass es vorangeht mit der detailgetreuen Restaurierung des unter Denkmalschutz stehenden Bahnhofsgebäudes, wird spätestens Ende dieses Monats farbenfroh zu sehen sein. Eine der Außenwände an der Nordseite, die während der Umbauarbeiten neu gezogen werden musste, wird mit Beginn der Herbstferien von insgesamt zwölf Schülern unter der Anleitung des hannoverschen Künstlers Christos Pitis mit einem kunstvollen Graffito verziert. Zudem sollen sie den Unterschied zwischen Kunst und Schmiererei begreifen lernen.

Die Schüler werden die ersten Ferientage dazu in dem Atelier des Künstlers in Hannover Entwürfe erarbeiten. „Wir lassen die uns aber nicht vorlegen“, sagt Ulrike Jagau von der Kultur-Stiftung. „Wir haben größtes Vertrauen“, ergänzt ihre Mitstreiterin Gabi Spier. Gleiches gelte auch für die Eigentümerfamilie, die an der Innensanierung des Gebäudes weiterarbeitet. Die Schülergruppe steht fest. Jeweils sechs Schüler haben sich über die türkisch-islamische Gemeinde der Moschee an der Bahnhofstraße gemeldet sowie über die christlichen Kirchengemeinden in Langenhagen. Über ihre Schulter dürfen Interessierte am Donnerstag, 22. Oktober, einen ersten Blick werfen.

Während des Workshops werden sie von Ilhan Ünsal von der Moschee sowie der Diakonin der Elisabethgemeinde, Isabelle Watral, betreut. Alexander Fehrmann (Moschee) wird die Aktion fotografisch dokumentieren. Für die Kinder ist die Teilnahme kostenlos, sagt Spier.

Die Kultur-Stiftung übernimmt sämtliche Kosten in Höhe von 6420 Euro. 2500 Euro davon bekommt der Künstler. „Der Rest ist notwendig für das Material, für die Entwürfe und die Umsetzung des Projektes“, sagt Jagau. Weil das für die Fristen der offiziellen Fördertöpfe zu spät kam, sind Jagau und Spier sehr froh, dass sie von örtlichen Institutionen wie aus den Etats des Bürgermeisters, des Integrationsbeirates und des Präventionsrates Zuschüsse bekommen haben. Zudem gab es eine Spende der Sparkasse Hannover.

Nach Abschluss des Projektes am Bahnhof will die Kultur-Stiftung an der Idee festhalten, wie Spier ankündigt: „Es gibt so viele graue Kästen in der Stadt.“

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