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Hort: Was wollen die Eltern?

Langenhagen Hort: Was wollen die Eltern?

Soll es ein Hort sein? Oder eine Ganztagsschule? Und soll diese offen oder gebunden sein? Der Schulelternrat Kaltenweide hat jetzt an alle Eltern der Grundschule und Kitas Fragebögen verteilt. Eigentlich soll dieser Klarheit bringen. Doch auch darin zeigen sich Informationslücken.

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Wie sollen die Kinder künftig am Nachmittag in Kaltenweide betreut werden? Diese Frage sollen die Eltern jetzt in einem Fragebogen beantworten.

Quelle: Neander (Archiv)

Kaltenweide. In dem Fragebogen sollen die Eltern kundtun, welche Art der außerschulischen Betreuung sie jetzt und in Zukunft wünschen. Zur Wahl stehen der Hort sowie verschiedene Formen der Ganztagsschule. So weit, so klar.

Doch schon das Anschreiben an die Eltern ist nicht aktuell. Bereits Anfang Mai war die rotgrüne Ratskoalition von ihrem Vorschlag, das Kinderhaus einer Ganztagsschule zuzuschlagen, wieder abgerückt. Dennoch wird das noch im Frühjahr hoch umstrittene Vorhaben vom Schulelternrat noch immer als aktuelle Ausgangslage beschrieben. Auf Nachfrage dieser Zeitung begründet Schulelternratsvorsitzender Andreas Eilers dies mit einer Auskunft aus dem Ortsrat.

Doch auch das ist ein Missverständnis: Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr hatte in der Ortsratssitzung Anfang Mai klargestellt, dass der Ortsrat nicht die veraltete Drucksache der Ratsfraktion zurücknehmen könne, obwohl die neue schon veröffentlich war. Dies könne aus formalen Gründen nur in den Ratsgremien geschehen. Eilers jedoch interpretiert die Aussage als Festhalten an jenem Beschlussvorschlag, der vor allem bei den Hortmitarbeitern große Frustration ausgelöst hatte. Ist doch der Hort seit nunmehr rund zehn Jahren größtenteils in Containern provisorisch untergebracht.

Zudem verbreiten Verwaltung und Politik widersprüchliche Informationen zum Verbleib der Hortplätze. Im Ratsbeschluss von 2012 ist ein Anteil an Hortplätzen von 15 Prozent die Rede. In dem Anschreiben der Fragebögen nimmt Eilers eine Äußerung von Bürgermeister Mirko Heuer auf, nach der bei Einführung einer Ganztagsschule die derzeitige 100-prozentige Hortversorgung theoretisch reduziert würde. Zeitgleich widerspricht die SPD-Ratsfrau Dagmar Janik, die auch dem Kaltenweider Ortsrat angehört, dieser Darstellung. Wer einen Hortplatz brauche, werde den auch erhalten, sagte Jannik während einer Informationsveranstaltung im Niet Hus. Ursprung der Verwirrung ist die Annahme der rotgrünen Ratsmehrheit, dass die Nachfrage nach Hortplätzen nachlassen werde, sobald die Grundschule selbst eine Nachmittagsbetreuung anbieten werde.

Doch inzwischen zeigt sich, dass sich der Streit im Kern um eben dieses Ganztagsangebot dreht. Viele Eltern, bestätigt auch Eilers, wollen gar keine Ganztagsschule. Und erst recht keine teilgebundene, wie sie Schulrektorin Ursula Starker jüngst favorisiert hat.

Die Fragebögen sollen laut Eilers bis 10. Juni in den Einrichtungen wieder abgegeben werden. Die Auswertung werde in allen Einrichtungen veröffentlicht und den politischen Parteien vorgestellt. Der Bildungsausschuss beschäftigt sich am Donnerstag, 9. Juni, mit der neuen Beschlussdrucksache der rotgrünen Ratsmehrmehr. Beginn der Sitzung ist um 17.45 Uhr.

Von Rebekka Neander

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