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MS-Gruppe präsentiert sich im CCL

Langenhagen MS-Gruppe präsentiert sich im CCL

Die Selbsthilfegruppe für MS-Patienten und deren Angehörige hat sich am Mittwoch anlässlich des Welt-MS-Tages im CCL präsentiert. Dabei schilderten die Betroffenen durchaus ambivalente Erlebnisse einer Krankheitsgeschichte mit vielen Tälern, aber auch vielen gut gelaunten Höhepunkten.

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Die Selbsthilfegruppe für MS-Erkrankte und deren Angehörige um Ilona von Gostomski (fünfte von links) verbrachte einen gut gelaunten Informationstag im CCL.

Quelle: Neander

Langenhagen. Der schockierende Satz kommt über fröhliche Lippen: „Ich wollte immer eine schöne Leiche sein.“ Aus ihren tiefen depressiven Episoden nach der Diagnose der Multiplen Sklerose macht Ilona von Gostomski keinen Hehl. Dass die Erkrankung letztlich für sie ein Glücksfall war, aber auch nicht. „Ich habe ein paar Jahre gebraucht, aber seitdem fühle ich mich wie neu geboren.“ Auch Wolfgang Holz schildert seine nunmehr 25-jährige Krankheitsgeschichte ähnlich ambivalent. "Ich habe Jahre gebraucht, um aus dem tiefen Loch wieder herauszukommen", erzählt Holz. "Aber heute lebe ich viel bewusster." Mit den Tücken der Autoimmunkrankheit mit ihren schnellen und oft unvorhersehbaren Schwankungen hat Holz zu leben gelernt. "Wenn ich heute etwas nicht schaffe, mache ich es eben, wenn es mir gut geht." Zwang und Druck hat er hinter sich gelassen.

Beide gehören zu einer inzwischen rund 30-köpfigen Selbsthilfegruppe von Patienten und deren Angehörigen, die sich anlässlich des Welt-MS-Tages am Mittwoch im CCL präsentierte. Einen Wunsch an die Stadt hat die Gruppe so vordringlich nicht. Zumindest im Zentrum sei vieles barrierefrei. „Unser Haus in Engelbostel aber haben wir vor zehn Jahren verkauft“, sagt von Gostomski.

Die Gruppe kommt einmal im Monat im Anna-Schaumann-Stift am Ilseweg zusammen. Von Gostomski bittet um Anmeldung unter der Telefonnummer (05 11) 74 35 35 – aus einem so einfachen, wie gut gelauntem Grund: „Wir machen oft Ausflüge.“

Von Rebekka Neander

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