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Neue Pläne für den Silbersee

Langenhagen Neue Pläne für den Silbersee

Die Kampfmittel sind beseitigt, der Badebetrieb läuft, einige Schönheitskorrekturen sind offen: Die Stadt Langenhagen hat jetzt den Parkbeirat über den aktuellen Stand bei der Sanierung des Sprengplatzes am Silbersee informiert - und einen Ausblick auf weitere Pläne gegeben.

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Das Projekt Silbersee geht weiter: Stadtbaurat Carsten Hettwer und Birgit Karrasch vom Fachdienst Planung erläutern dem Parkbeirat und interessierten Bürgern die vollzogene Kampfmittelbeseitigung - und die Pläne, die die Stadt jetzt noch mit dem See verbindet.

Quelle: Zottl

Langenhagen. Die Erleichterung über den Schlussstrich unterm Kapitel "Sprengplatz" war Stadtbaurat Carsten Hettwer und Birgit Karrasch vom Fachdienst Planung der Stadt deutlich anzusehen, als sie gemeinsam mit den Beiratsmitgliedern und einigen interessierten Bürgern eine Runde um den Silbersee drehten. Tonnenweise Kampfmittel hatte die Verwaltung im letzten Jahr aus Erdreich und Wasser gesiebt oder gehoben - seit wenigen Wochen darf man hier wieder sorgenfrei baden. Wie sehr die Bürger darauf gewartet hatten, weiß Stadtsprecherin Juliane Stahl. "Wir gaben das Gelände frei - am Abend waren die Leute da", sagt sie.

Indes: Fertig mit dem Kapitel Silbersee ist die Stadt noch lange nicht. Innerhalb der nächsten Wochen sollen die Wegeverbindungen zum und rund um den See wiederhergestellt werden, die beim Auskoffern des kontaminierten Bodens zerstört wurden. Damit soll es Stahl zufolge jetzt direkt weitergehen - denn eigentlich wollte die Stadt das Thema längst gelöst haben. "Die Witterung hat unser Termingefüge durcheinandergeschüttelt. Ende August oder Anfang September sollen diese Bereiche wieder freigegeben werden", kündigte sie an. Auch die Promenade auf der Strandbadseite will die Stadt laut Stadtbaurat Hettwer jetzt angehen. Zudem sieht es so aus, als ob im Bereich der DLRG-Slipanlage noch nachgearbeitet werden muss: Die Retter beklagen, dass diese zu schnell verlandet - die Strandbad-Uferzone ist offenbar zu steil ausgebaggert worden.

Auch der ehemalige Rodelberg soll Hettwer zufolge als Liegefläche hergerichtet werden. Mittelfristig möchte die Stadt in Nachbarschaft zum Berg einen Kinderbereich zum Spielen und Baden anlegen. Außerdem, so sagt Hettwer, gebe es erneut Überlegungen, den Hundestrand an die Südwestseite des Silbersees zu verlegen. Eine Bürgerbeteiligung bei diesem Thema hält er für schwierig. "Hunde haben keine Lobby. Es würde zu viele Interessensgruppen geben", sagt er.

Obwohl Langenhagen wegen der Kampfmittelbeseitigung Kosten im mittleren sechsstelligen Bereich zu stemmen hatte, kündigten Hettwer und Karrasch an, dass die Stadt in den nächsten Jahren weiter ins Naherholungsgebiet Silbersee investieren will. Aufgrund der hohen finanziellen Belastung habe man vor allem am Ostufer bisher weniger realisiert als gewollt. Aber es gebe weiterhin die Idee, mithilfe von zusätzlichen Sportangeboten oder einem Barfusspfad Akzente zu setzen und neue Zielgruppen an den Silbersee zu locken.

Sprengplatz-Sanierung: Zahlen und Fakten

Sanierungszeit: 11 Monate

Kosten: 976.000 Euro - 45 Prozent davon muss die Stadt tragen.

Kontaminierte Fläche: Zu Beginn ging man von einem 3.700 Quadratmeter großen Areal aus - am Ende waren es 20.168.

Erdbewegungen: Bis zu 1,60 Meter tief musste das Erdreich ausgekoffert und gesiebt werden. Fast 4 Tonnen Erde waren so stark kontaminiert, dass sie zu Spezialunternehmen nach Northeim und Bardowick gebracht werden mussten.

Funde: Mehr als 11 Tonnen Kampfmittel wurden geborgen, 10,5 davon stammen von deutschen Truppen. Einige Funde wurden sehr dicht unterhalb der Oberfläche ausgegraben. "Wenn man bedenkt, dass dies in einem Kinderspielbereich war, kann man froh sein, dass nichts passiert ist", sagt dazu Stadtbaurat Carsten Hettwer.

Spezialverfahren: Um das entsorgte Erdreich kostengünstig zu ersetzen, wurde zwischen zwischen Oberfläche und tieferen Erdschichten Kompost eingebaut. Dieser fungiert als Schutzschicht vor etwaigen Kontaminierungsresten.

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