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Ohne Fleiß kein Preis

Langenhagen Ohne Fleiß kein Preis

So viel geballtes Talent, Fleiß und Ehrgeiz in einem Saal könnten den einen oder anderen einschüchtern, doch die erfolgreichen Sportler, die am Mittwochabend vom Sportring geehrt wurden, zeigten sich allesamt humorvoll und bodenständig.

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Die Stadt ehrt ihre erfolgreichen Sportler.

Quelle: Lange

Langenhagen. Auf die Frage des stellvertretenden Bürgermeisters Willi Minne, wie weit Bastian Kabatek denn beim Weitsprung aus dem Stand springe, antwortete dieser kurz und knapp: „Weit.“ Der Leichtathlet hatte damit die Lacher auf seiner Seite und wurde gemeinsam mit Sportlerkollegen der Hannoverschen Werkstätten, des Judo-Teams Hannover sowie der Tanzschule Link2Dance in der Kategorie „Langenhagener eines Nicht-Langenhagener-Vereins“ geehrt. Letztere sorgte zudem mit einem Liveauftritt der Formation Killa Kidzz für Stimmung. Die deutschen Meisterinnen sind erst acht bis zwölf Jahre alt, tanzen aber schon wie Hip-Hop-Profis. Prominente Unterstützung erhalten sie dabei von Trainerin Miriam Link, die bei der Fernsehshow „Got to Dance“ mitwirkte.

In der Kategorie Einzelsportler waren vor allem Langenhagens Judoka und Schützen erfolgreich, die man teilweise schon von den Ehrungen der letzten Jahre kannte. Neben ihnen wurden bei der Abendveranstaltung im Theatersaal Langenhagen aber auch die Leistungen vieler Radsportler, Läufer, Leichtathleten und Turner gewürdigt. Den Wanderpokal für die Sportlerin des Jahres konnte sich schließlich die norddeutsche Meisterin Asa Wendt vom Judo Club Godshorn sichern. Zu ihrem männlichen Pendant, dem Sportler des Jahres, wurde Radrennfahrer Hendrik Eggers vom RC Blau Gelb gewählt, der in drei Disziplinen der Landesmeisterschaften den ersten Platz holte. Ungewöhnlicherweise konnte hier sogar ein Laudator abstauben. Leo Appelt, der seinen Kollegen Eggers ankündigte, hatte die Auszeichnung nämlich zuvor gewonnen und bekam den alten Wanderpokal, der in diesem Jahr durch einen neuen ersetzt wurde, für seine private Sammlung geschenkt.

Bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres machten es die Moderatoren Marcel Neure und Renate Gießelmann besonders spannend. Zwischen den Jungsenioren des Golfclubs Langenhagen, den SV-Langenforth-Schützen, den Torball-Damen der BSG Langenhagen und dem Fußballteam des DJK Sparta, das sich sogar in Frauen und Juniorinnen aufteilen musste, fiel die Entscheidung nicht leicht. Am Ende konnte aber die Behindertensportgemeinschaft überzeugen. Obwohl die Torballspielerinnen fast blind sind, erkämpfen sie sich regelmäßig zahlreiche Titel, darunter den ersten Platz beim Internationalen Turnier und den dritten Platz bei den deutschen Meisterschaften. Trainerin Cornelia Baxmann spielt sogar in der Nationalmannschaft und ist amtierende Weltmeisterin. Mit überschwänglicher Freude und Teamgefühl sorgten die Torball-Damen für ein tolles Finale der Sportlerehrung. Den Wert von Gemeinschaft betonte auch Michaela Henjes, die den Wanderpokal für das Ehrenamt an Wasserballschiedsrichter Karsten Kula vom Schwimmverein Langenhagen überreichte. Als „Engel im Hintergrund“ bezeichnete sie die Menschen, die ehrenamtlich tätig sind und dabei in erster Linie an andere denken. Die letzte Auszeichnung, den Pokal für die meisten Sportabzeichen, gewann schließlich die Grundschule Krähenwinkel. Laudator Martin Beck, dessen Vater August Beck den Wanderpokal stiftete, nachdem er als Schwerbehinderter aus dem Krieg zurückgekehrt war, war begeistert von den sportlichen Schülern und machte auf die positive Auswirkung von Leistung auf die persönliche Entwicklung aufmerksam.

Das schienen die Sportler ähnlich zu sehen, denn einige von ihnen konnten nicht an der Veranstaltung teilnehmen, weil das Training vorging. Der stellvertretende Bürgermeister Willi Minne lobte diesen Fleiß der Geehrten. Er selbst sei eher wenig aktiv, sagte Minne und verwies dabei auf Rückenprobleme. Gerade deshalb habe er großen Respekt vor den herausragenden Leistungen der Sportler, die „der verdiente Lohn für hartes Training und viel Disziplin“ seien. „Ein besseres Vorbild gibt es nicht.“ Gleichzeitig betonte er aber auch, dass hinter dem sichtbaren Erfolg viele weitere Menschen stünden, „die anspornen und motivieren, die auf dem sportlichen Weg begleiten und mental unterstützen“. Veranschaulicht wurde Minnes Gedanke von der Akrobatikgruppe Flying Sparkles, für die das Vertrauen in den sicheren Halt ihrer Teamkolleginnen an erster Stelle steht. Mit ihren spektakulären Auftritten sorgten die Showturnakrobatinnen im Alter von acht bis 19 Jahren dafür, dass neben den sportlichen Leistungen auch der Abend im Theatersaal zu einem vollen Erfolg wurde.

Die Gewinner im Überblick:

Asa Wendt (Sportlerin des Jahres), Dr. Hendrik Eggers (Sportler des Jahres), die Torball-Damen der BSG Langenhagen (Mannschaft des Jahres), Karsten Kula (Ehrenamt) sowie die Grundschule Krähenwinkel (Sportabzeichen).

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Von Marina Hoyer

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