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Stadt erwartet Flüchtlingsstrom

Langenhagen Stadt erwartet Flüchtlingsstrom

Der Strom reißt nicht ab - im Gegenteil. Bis Ende nächster Woche muss die Stadt vermutlich mindestens 64 weitere Flüchtlinge aufnehmen. Wegen überfüllter Erstaufnahmelager wächst der Druck auf die Städte und Gemeinden, denn das Land muss rasch 3000 Asylsuchende auf die Kommunen verteilen.

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Wohin mit den Flüchtlingen? Die Stadt sucht Lösungen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Langenhagen. Nach Auskunft von Stadtsprecherin Juliane Stahl hat das Land angekündigt, dass die Zahl der wöchentlichen Zuweisungen erhöht wird. Eine konkrete Zahl für Langenhagen gebe es allerdings nicht. Gleichwohl geht die Verwaltung davon aus, dass die Stadt in dieser und in der nächsten Woche mindestens 64 Menschen aufnehmen muss. Wohl auch deshalb, weil die Stadt die gesetzliche Aufnahmequote von 246 Asylsuchenden in diesem Jahr bei Weitem noch nicht erreicht hat.

Unterdessen schießen die kommunalen Spitzenverbände scharf gegen die Landesregierung. Ob der nun in Aussicht gestellten Zuweisungen werden stattdessen mindestens 5000 weitere Erstaufnahmeplätze von Niedersachsen gefordert, um die Städte und Gemeinden zu entlasten.

Denn mit der weiteren Zuweisung von Flüchtlingen geraten Kommunen wie Langenhagen wegen fehlender Immobilien weiter extrem unter Druck. Bis letzte Woche hatte die Verwaltung 19 Objekte in Langenhagen angemietet oder gekauft. „Die Verwaltung setzt alles daran, eine dezentrale Unterbringung innerhalb des gesamten Stadtgebietes zu realisieren“, sagt Stahl auf Anfrage dieser Zeitung. Doch ob das auf Dauer aufrecht erhalten werden kann, ist ungewiss. Erst kürzlich hatte Langenhagens Erste Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch Turnhallen oder Zeltlager für die Flüchtlinge nicht mehr ausgeschlossen.

Zwar werden immer wieder Immobilienangebote an die Stadt herangetragen. Diese würden auch umgehend besichtigt und geprüft, berichtet die Rathaussprecherin. Allerdings ist die Verwaltung weiter auf Unterstützung der Bevölkerung angewiesen.

Helfen könnten etwa auch Container in Modulbauweise, so wie sie für ein Grundstück an der Osterriedestraße geplant sind. Die Ausschreibung ist erfolgt, sagt Stahl. „Wegen der bundesweit äußerst großen Nachfrage nach Modulbauten rechnen wir jedoch mit ungewöhnlich langen Lieferfristen von bis zu 20 Wochen, sodass mit einer Inbetriebnahme nicht vor Jahresende gerechnet werden kann“, sagt sie im Gespräch mit dieser Zeitung.

  •  Wer der Verwaltung für eine Übergangszeit Räume zur Unterbringung von Flüchtlingen in Langenhagen anbieten kann, erreicht Doris Lange im Rathaus unter der Telefonnummer (0511) 73079327 sowie per E-Mail an Doris.Lange@Langenhagen.de.
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