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Stadt schart Helfer um sich

Langenhagen Stadt schart Helfer um sich

Eine Variable mit vielen Unbekannten: Wie viele Flüchtlinge kommen in Langenhagen noch an? Fakt ist, dass das Land eine Notunterkunft für bis zu 500 Menschen an der Hans-Böckler-Straße plant. Und zwar so schnell wie möglich. Die Stadt will die Anlieger bereits am Dienstag über die Pläne informieren.

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Heute beginnt die Stadt mit der Verteilung des Informationsblattes an die direkten Nachbarn der geplanten Notunterkunft. Bürgermeister Mirko Heuer liest das Schreiben noch einmal durch.

Quelle: Sabine Mossig

Langenhagen. Die Nachricht mit den Plänen der Landesregierung für eine temporäre Einrichtung in einer leer stehenden Gewerbeimmobilie an der Hans-Böckler-Straße hatte die Langenhagener Stadtverwaltung erst am Freitag erreicht. Doch wie lange der Komplex genutzt werden soll, steht noch nicht fest.

Ein eigens für diese Einrichtung - geplant ist die Aufnahme von bis zu 500 Menschen - gegründeter Stab mit lokalen Ansprechpartnern wie Feuerwehr, Polizei und Integrationsbeirat soll in Kürze zu einem ersten Abstimmungstermin zusammenkommen, teilte auf Anfrage Stadtsprecherin Sabine Mossig mit. „Damit die Bevölkerung schnellstmöglich informiert wird, werden Mitarbeiter der Stadtverwaltung bereits am Dientag ein Informationsblatt an die Anwohner im direkten Umfeld der geplanten Notunterkunft verteilen“, kündigt Mossig an. Zudem plant die Verwaltung eine Einwohnerversammlung. Ein Termin für diese Veranstaltung steht noch nicht fest.

Für den Aufbau der Infrastruktur, darunter Betten und sanitäre Anlagen, sind die Langenhagener Johanniter verantwortlich. Der Aufbau beginnt bereits am Mittwoch, berichtet Hubertus von Wick, Sprecher des Nordhannoverschen Ortsverbandes der Johanniter-Unfallhilfe. Doch der Langenhagener betont auch, dass die Helfer zunächst einmal die Kapazitäten des gut 2500 Quadratmeter großen Firmenkomplexes an der Hans-Böckler-Straße prüfen müssten. Ob dieser 500 Menschen tatsächlich Platz böte, werde sich erst nach eingehender Prüfung zeigen. Denn neben Betten müssten auch entsprechende Dusch- und Toilettencontainer, Küchen sowie andere Anlagen aufgebaut werden.

Allerdings können die Johanniter dabei auch auf ihre jüngst gewonnenen Erfahrungen beim Aufbau des von der Niedersächsischen Landesregierung geplanten Verteilzentrums für bis zu 1500 Flüchtlinge in Oerbke im Heidekreis zurückgreifen, sagt von Wick.

Wann in Oerbke die ersten Menschen unterkommen, ist ebenfalls noch nicht bekannt. Es ist noch keine Entscheidung gefallen, wann die ersten Flüchtlinge von dort auf die anderen norddeutschen Bundesländer verteilt werden sollen, hieß es am Montag aus dem Niedersächsischen Innenministerium.

Unterdessen planen die Helfer der Johanniter-Unfallhilfe den Aufbau an der Hans-Böckler-Straße. Dazu stehen sie auch mit anderen Hilfsorganisationen wie dem Technischen Hilfswerk und der DLRG in engem Kontakt, berichtete von Wick weiter.

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