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Stadt sucht Dolmetscher für Flüchtlinge

Langenhagen Stadt sucht Dolmetscher für Flüchtlinge

Wann und mit wem die vom Land betriebene Unterkunft an der Hans-Böckler-Straße belegt werden wird, ist weiterhin offen. Im Rathaus jedoch laufen die Vorbereitungen: Während eine Anlaufstelle für ehrenamtliche Dolmetscher gefunden ist, fehlt es für die Koordination von Sachspenden noch an Absprachen mit Land und Hilfsorganisationen.

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Im Rathaus gibt es bereits einen Anlaufstelle für Dolmetscher.

Quelle: Symbolbild

Langenhagen. „Wir brauchen ehrenamtliche Dolmetscher für Arabisch, Farsi, Urdu, Kurdisch, Türkisch, Französisch und Italienisch.“ Wer diese Sprache beherrscht und gleichzeitig gut Deutsch spricht, möge sich im Rathaus unter Telefon (0511) 73079101 und 73079102 melden. Neben dieser Bitte hat Stadtsprecherin Sabine Mossig derzeit nur noch eine konkrete Ansage: „Wir wissen, dass wir Winterkleidung brauchen werden und wahrscheinlich jede Menge Badesandalen. Aber wann und wie viele und wo man sie hinbringen soll - das wissen wir nicht.“ Deshalb bitten Mossig und Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch derzeit vor allem um Geduld.

Bevor derlei Details genannt werden können, benötigt die Stadt noch eine Vielzahl von Informationen: Welche Art von Flüchtlingen werden untergebracht? Sind es Menschen, die bereits registriert worden sind, oder passiert dies erst in Langenhagen? Bleiben sie zwei Tage oder zwei Wochen? Welche Dinge wird die vom Land beauftragte Hilfsorganisation bereits in größeren Mengen für die Hilfesuchenden bestellen? „Deshalb können wir derzeit einfach gar nicht sagen, ob wir Hygieneartikel oder Vergleichbares benötigen“, erläutert Gotzes-Karrasch.

Derzeit gilt die Kleiderkammer des DRK in Engelbostel, die bislang als Hauptsammelstelle für die Stadt fungierte, als gut gefüllt. Dennoch rechnet die Stadt mit einem erhöhten Bedarf an Winterkleidung für die bis zu 500 Flüchtlinge, die an der Hans-Böckler-Straße untergebracht werden sollen. Die Stadt wird das Land als Betreiber der Unterkunft bei der Koordination von ehrenamtlichen Helfern unterstützen. Dazu wird verwaltungsintern jetzt eine zusätzliche Kraft beauftragt, die Doris Lange im Allgemeinen Sozialdienst unterstützen soll. Am Dienstag galt ein Bezug der neuen Unterkunft im Rathaus frühestens Ende der Woche als „wahrscheinlich“.

Hier können Sie helfen

Eine genaue Übersicht, was regionsweit benötigt wird, gibt es auf haz.li/hannoverhilft.

Helferkreis will Flüchtlingskinder unterstützen

Sortiert werden müssen auch Nachrichten zu Kostenerstattungen. So gilt das Angebot, Flüchtlinge und Helfer könnten fortan kostenlos mit der Bahn fahren, nicht für die in Langenhagen wohnhaften Vertriebenen. „Die Bundesaufnahmestelle übernimmt nur die Kosten für die Fahrten der Flüchtlinge in die Erstaufnahmelager“, heißt es dazu bei der Stadt. Registrierte Flüchtlinge bekommen die Regio-S-Card, die ihnen Ermäßigungen gewährt auf Gebühren und Entgelte für diverse Dienstleistungen und Vereine. Auch Fahrpreise im Regionalverkehr reduzieren sich damit. „Wenn ein Asylbewerber jedoch im Rahmen seines Verfahrens zum entscheidenden Interview in ein Erstaufnahmelager fahren muss, erstattet die Stadt die Kosten.“ Endlos sind diese Leistungen jedoch nicht. Wie bei allen Leistungsempfängern können auch für Flüchtlingskinder nicht alle Kosten beispielsweise für Klassenfahrten übernommen werden.

Diese Frage war im Rahmen der neu gefundenen Helfergruppe Herzlich Willkommen auf Facebook gestellt worden. Wo Fördervereine oder auch ein Antrag bei der Stadt über das Bildungs- und Teilhabepaket nicht helfen können, müsse die Stadt passen. Der Helferkreis bemüht sich jetzt in einem konkreten Fall um Spenden. Fahrtkosten für Helfer erstattet die Stadt mithilfe von Spenden.

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