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Reinigung komplett bei der Stadt?

Langenhagen Reinigung komplett bei der Stadt?

Die rotgrüne Ratsmehrheit will den Komplettausstieg aus der Fremdreinigung städtischer Gebäude. Zudem wird es um den Nachtragshaushalt gehen: Die Stadt verschafft sich Luft für den Bau von Flüchtlingsunterkünften.

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Der Antrag von SPD und Grünen ist eindeutig: Die Stadt möge künftig alle eigenen Gebäude mit eigenem Personal reinigen lassen.

Quelle: Archiv

Langenhagen. Das Thema taugt nicht nur für hitzige Elternabende: Auch Verwaltung und Politik diskutieren seit Monaten vehement über gefühlte und tatsächliche Sauberkeit unter anderem in Schulen und Kindergärten. Ein Pilotprojekt wurde von der Verwaltung gestartet, ein umfangreiches und äußerst positives Fazit geschrieben und diesem von Haster in einem Finanzausschuss vor der Sommerpause vehement widersprochen. Seitdem ruht still der See.

Damit wird es am Dienstagabend vorbei sein. Der Antrag von SPD und Grünen ist sehr eindeutig: Die Stadt möge künftig alle eigenen Gebäude mit eigenem Personal reinigen lassen. Sämtliche Aufträge an Fremdfirmen seien zu kündigen. Derzeit lässt die Stadt ihre Pilot-Objekte (die Brinker Schule, die Kita Krähenwinkel sowie die Büroräume am Frankenring) mit neu angestellten Personen reinigen.

Für Uwe Haster, Geschäftsführer eines in Langenhagen ansässigen Reinigungsunternehmens und Auftragsnehmer von rund einem Drittel der städtischen Aufträge, wird dies zweifellos ein Affront sein. Haster hatte in einer Sitzung des Finanzausschusses als Branchen-Experte Gelegenheit, seine Sicht auf die Expertise der Verwaltung zu schildern. Er machte dort - auch als amtierender Vorsitzender des Wirtschaftsklubs Wir! - keinen Hehl aus seiner Verärgerung. Wenn er von diesen Ansätzen innerhalb der Stadt etwas geahnt hätte, hätte er Ansiedlung und Expansion seiner Firma in Langenhagen noch einmal überdacht. Auch innerhalb der Verwaltung gehen die Meinungen auseinander. Die konkreten Erfahrungen mit dem inzwischen mehr als ein Jahr laufenden Pilotprojekt gelten eindeutig als äußerst positiv.

Bürgermeister Mirko Heuer kann sich jedoch den Mahnungen der Gebäudereiniger nicht verschließen und hat die Diskussion seither nicht mehr vorangetrieben.

Der Finanzausschuss beginnt am Dienstag um 17.45 Uhr im Ratssaal. Auf der Tagesordnung geht es zudem um ein Projekt zur Stadtreinigung. Und um den Nachtragshaushalt, der allein 5 Millionen Euro für Flüchtlingsunterkünfte vorsieht.

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