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Stadt wünscht sich weitere Helferkreise

Langenhagen Stadt wünscht sich weitere Helferkreise

Für die Betreuung von Flüchtlingen wünscht sich die Stadt vor allem weitere Helferkreise, die „sich selbst koordinieren“. Die Stadtverwaltung sieht sich außerstande, eine zentrale Stelle für Spenden und Aktionen bereitzustellen.

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In Langenhagen haben sich viele Helfer an Doris Lange gewendet. Sie haben Sachspenden und Manpower angeboten.

Quelle: Symbolbild (dpa)

Langenhagen. Wer den von Not und Krieg vertriebenen Menschen helfen möchte, braucht derzeit vor allem Geduld. Denn die Zahl derer, die wissen, wo genau welche Art der Hilfe am besten ankommt, ist klein. Unter der Leitung von Doris Lange kümmern sich derzeit fünf Sozialarbeiter (verteilt auf 3,5 Vollzeitstellen), ein Hausmeister, eine Verwaltungskraft und eine Berufspraktikantin um rund 360 Flüchtlinge in insgesamt 30 Unterkünften.

An dem Prinzip der dezentralen Unterbringung will die Stadt in jedem Fall festhalten, auch wenn dies den organisatorischen Aufwand enorm erhöht. „Im Grunde weiß nur ich genau, wer wo was wirklich braucht“, sagt Lange. Und deshalb gelte auch weiterhin: Wer helfen will, soll sie anrufen oder ihr eine E-Mail schreiben. Das haben inzwischen „glücklicherweise wirklich viele Menschen“ getan. Und diese haben nicht nur enorm viel Kleidung gespendet, sodass die Kleiderkammer des DRK in Engelbostel gut gefüllt ist. Sie haben auch ihre Hilfe angeboten. Spielgruppen für Kinder gibt es inzwischen, Anleitung für die Computernutzung, Sprachkurse. Die Liste lässt sich fortsetzen - aber nicht veröffentlichen. „Immer wenn wir nachfragen, ob wir nicht zur allgemeinen Vernetzung beispielsweise die E-Mail-Adressen aller Helfer und Anlaufpunkte zusammenfassen sollen, stoßen wir auf Schwierigkeiten“, beschreibt es Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch. Den meisten sei es lieber, sie würden nur im kleinen Kreis an Hilfswillige vermittelt. Der kleine Kreis heißt Doris Lange. Gleichwohl bereitet die Stadt eine - kleine - Übersicht aller Anlaufstellen für die Internet-Homepage langenhagen.de vor. Voraussichtlich ab kommender Woche soll diese fertig sein.

Der vordringlichste Wunsch Langes richtet sich derzeit an Helferkreise, die sich - im engen Austausch mit Lange - selbst koordinieren. „Wir brauchen Leute, die die Menschen begleiten zu Behörden oder Ärzten“, sagt Lange. „Aber ich muss das wissen. Es gab in der Vergangenheit leider zuweilen Doppelungen, weil wir voneinander nicht wussten.“ Bei den Sachspenden stehen jetzt die Kinder im Vordergrund: „Kinderwagen brauchen wir immer. Und Ranzen!“

Für 2016, so Bürgermeister Mirko Heuer, wird es fünf zusätzliche Stellen geben für Hausmeisterdienste, Sozialarbeit und die Verwaltung. Hinzu kommen drei neue Stellen für Techniker und Ingenieure im Baubereich. Bei den Unterkünften zeigt sich Heuer derzeit optimistisch. Bis zum Jahresende, so die Einschätzung im Rathaus, werde man - trotz der laut aktueller Quote noch fehlenden mehr als 200 Neuankömmlinge - ohne den Notfallplan für die Belegung von Sporthallen und Dorfgemeinschaftshäusern auskommen.

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