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Stadt: Radweg ist breit genug

Langenhagen Stadt: Radweg ist breit genug

Nach Meinung des ADFC hätte ein Unfall an der Konrad-Adenauer-Straße vielleicht verhindert werden können, wenn der dortige - und von Schulkindern stark frequentierte - Radweg breiter gewesen wäre. Das dementiert die Stadtverwaltung. Sie weist auf die gesetzlich festgelegte und dort gegebene Mindestbreite von zwei Metern hin.

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An der Unfallstelle: Rudi Eifert (links) und Reinhard Spörer vom ADFC dokumentieren auf dem Radweg an der Konrad-Adenauer-Straße die dort ihrer Ansicht nach herrschende Enge. Das weiße Papier zeigt, wie breit der Radweg nach Meinung des ADFC an dieser Stelle sein müsste.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Hätte, wenn und aber: Nach Meinung eines Sprechers der Polizei Hannover ist es am vorvergangenen Freitag offenbar aus „kindlichem Leichtsinn“ zu dem Unfall eines zehnjährigen Jungen auf der Konrad-Adenauer-Straße gekommen. Das Kind war vom Radweg abgekommen und auf die Straße gestürzt. Dort wurde es von einem Fahrzeug erfasst und am Arm verletzt. Ob ein breiterer Radweg geholfen hätte, verweist der Polizist in den Bereich der Spekulationen. Fakt ist: Die Beamten werden mit dem Jungen noch einmal das Gespräch suchen, kündigt der Polizeisprecher an.

Der Langenhagener Ortsverein des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) nimmt den Unfall dennoch zum Anlass, um auf den seiner Ansicht nach zu schmalen Radweg hinzuweisen. Wenn der breiter sei, wäre das Kind vielleicht nicht auf die Straße gestürzt, meint der ADFC-Vorsitzende Reinhard Spörer. Er hat nun auf dem in beide Richtungen befahrbaren Radweg den Verkehr gezählt. Innerhalb einer Stunde sind an ihm 207 zumeist junge Radler vorbeigekommen - 187 davon in Richtung Schule. Im Sommer seien noch mehr Kinder unterwegs, weiß der ADFC-Vertreter.

Spörer verweist auch auf die gültige Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). Diese schreibe seinen Angaben zufolge bei Radwegen, die parallel zu stark befahrenen Straßen verlaufen, eine Breite von 2,50 Metern vor. Gemessen hat er indes dort nur zwei Meter. Deshalb fordert er von der Stadtverwaltung, den Gehweg zugunsten des Radweges zu verkleinern. „Den Kindern zuliebe“, ergänzt Spörers Stellvertreter Rudi Eifert.

„Wir haben in dem Bereich die erforderliche Mindestbreite von zwei Metern“, sagt indes Langenhagens Stadtsprecherin Juliane Stahl. Bei dem vom ADFC ins Gespräch gebrachten Maß spricht sie von „idealer Regelbreite“. Deshalb sei an der Stelle von der Stadt auch nicht geplant, etwas zu verändern, erteilt sie der Forderung des ADFC eine klare Absage.

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