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Stadt baut Unterkünfte ohne die Region

Langenhagen Stadt baut Unterkünfte ohne die Region

Die Stadt baut die Unterkünfte für Flüchtlinge an der Grenzheide in Eigenregie - ebenso wie in Godshorn Am Moore und auf dem Parkplatz Desbrocksriede in Schulenburg. Damit erteilt Langenhagen dem Plan eine Absage, sich die Unterkünfte von der Region bauen zu lassen.

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Langenhagen baut nun doch die Unterkünfte für Flüchtlinge in Eigenregie, und doch nicht mit der Region.

Quelle: Symbolbild (Archiv)

Langenhagen. Ursprünglich hatten Rat und Verwaltung das Angebot der Region nutzen wollen: Diese erstellt die Häuser für Flüchtlinge und stellt sie zunächst für fünf Jahre zur Verfügung, ehe sie langfristig als sozialer Wohnungsraum dienen sollen. Eigentlich wollte Bürgermeister Mirko Heuer mit Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch am Donnerstagabend den Anwohnern der Grenzheide den Plan erläutern, wie die Stadt sich von der Region eine Unterkunft für maximal 68 Flüchtlinge bauen lassen will. Dieses Konzept hatte Heuer bereits vor einigen Wochen in Godshorn vorgestellt - dort für den Bereich Am Moore.

Stattdessen sagte Heuer, dass sich die von Rat und Verwaltung vorgesehene Obergrenze von 68 Bewohnern beim Konzept der Region nicht halten lasse. "Bei einer möglichen Nachverdichtung habe die Region immer von 90 Bewohnern gesprochen", sagte er in der Hermann-Löns-Schule. Eine Dimension, die in Langenhagen weder Rat noch Verwaltung mittragen wolle. "Wir halten an unseren Standorten mit maximal 60 Bewohnern fest", betont Heuer. Deshalb werde die Stadt nun selbst modulare Unterkünfte bauen - und zwar nicht nur Am Moore, an der Grenzheide, sondern auch an der Desbrocksriede in Schulenburg. Diesen Standort bringt die Stadt nun erstmals ins Gespräch. Pro Standort rechnet Langenhagen mit Kosten von knapp 1,7 Millionen Euro, heißt es in einer Drucksache, über die der Ortsrat Godshorn am Montag, 4. April, ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus berät. Darin enthalten sind nach Angaben der Verwaltung die Kosten für Erschließung, Bauwerk, Technik und Außenanlagen. Dieses Geld muss die Stadt in einem Nachtragshaushalt planen. Weitere Modulbauten entstehen an der Leibnizstraße, Pfeifengrasstraße und am Bauernpfad.

Nach Aussage der Sozialdezernentin hat Langenhagen bislang 761 Flüchtlinge aufgenommen, 647 leben in städtischen Unterkünften, weitere 114 bei Verwandten. Die bisherige Quote von 338 Schutzsuchenden im ersten Quartal sei erweitert worden bis Ende Juni: "Das bedeutet, dass wir noch 136 aufnehmen müssen", sagte Heuer. Gleichwohl halte die Stadt an den geplanten Standorten fest: "Niemand kann sagen, wie sich die Situation entwickelt in der Türkei oder ob die Schlepper neue Routen finden." Nicht zur Debatte stehe auch das städtische Konzept der dezentralen Unterbringung, der Betreuung mit städtischen Sozialarbeitern und der ehrenamtlichen Hilfe, sagte Gotzes-Karrasch. 

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Im Gespräch: Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch diskutiert mit Anwohnern der Grenzheide.

Quelle: Bismark
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