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Stadtsanierung soll starten

Langenhagen Stadtsanierung soll starten

Die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) wird die Sanierungsgebiete Kernstadt Nord/Walsroder Straße und Wiesenau betreuen. Mit der Benennung kann nun jene Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung beginnen, die von einigen Eigentümern bereits dringend eingefordert wird.

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Der Rechtsanwalt Ulrich Tarp stand im Auftrag der Stadt im vergangenen Herbst Rede und Antwort im voll besetzten Ratssaal zu den Sanierungsgebieten Wiesenau und Nördliche Kernstadt.

Quelle: Neander (Archiv)

Langenhagen. Die DKS hatte nach einer Ausschreibung der Stadt den Zuschlag erhalten. Sie wird in den kommenden Jahren treuhänderisch die Zuschüsse von Bund, Land und Stadt verwalten und vor allem Ansprechpartner für die in den beiden Sanierungsgebieten betroffenen Hauseigentümer sein. Die zwei von der DKS bereits benannten Projektleiter, Erich Neßlage und Michael Koch, werden sich am Dienstag, 16. August, in der öffentlichen Sitzung des Stadtplanungsausschusses vorstellen.

Damit ist nach Monaten der internen Vorbereitung der wesentliche Schritt getan, um Inhalt und Vollzug des Projektes zur Städtebauförderung unter den Langenhagenern mit Leben zu füllen. Im Rathaus wurde dazu außerdem bereits eine weitere Stelle geschaffen, die einzig als Schnittstelle zwischen Stadt und DKS fungieren soll.

Mit der Benennung des Sanierungsträgers stellt die Stadt nun auch die entscheidende Weiche, um eines der Streitthemen der vergangenen Monate zu schlichten: Soll es, wie im Dezember 2015 vom Rat beschlossen, einen sogenannten Sanierungsbeirat geben, an dem sich die Bürger an der Gestaltung der Sanierung beteiligen können? Oder stellen jeweils nach akuter Themenlage aktuell zusammenzustellende Runde Tische die bessere Basis für eine breite Bürgerbeteiligung dar? Diesen Vorschlag hatte jüngst die Stadtverwaltung gemacht und dafür heftige Kritik von einigen Grundeigentümern geerntet. Sie fürchten, die Stadt wolle sich auf diese Weise vor einer verbindlichen Einmischung von Eigentümern schützen. Ein Einwand, den Stadtbaurat Carsten Hettwer und Bürgermeister Mirko Heuer wiederholt vehement zurückgewiesen haben. Welche Gremienart letztlich eingesetzt werde, sei ein politischer Beschluss. "Wenn dieser weiterhin einen Sanierungsbeirat wünscht, wird dieser eingesetzt", hatte Hettwer zuletzt betont.

Gleichwohl hat es ein Antrag des unabhängigen Ratsherrn Bernd Speich nicht auf die Tagesordnung von Dienstag geschafft. Speich wollte zumindest für das Sanierungsgebiet entlang der Walsroder Straße bereits jetzt einen Sanierungsbeirat beschließen lassen. "Erst, wenn dieser auf dem Weg ist, sollten wir uns dann um das Gebiet in Wiesenau kümmern", hatte Speich auf Nachfrage dieser Zeitung erläutert. Während Speich zunächst davon ausging, sein Antrag werde bereits Dienstag behandelt, hat er nur wenige Tage später offenkundig gegenteilige Nachricht aus dem Rathaus erhalten. Wann genau dieser Antrag nun behandelt werden könnte, ist offen. Im Informationssystem der Stadt ist weiterhin von einer "Vorberatung" im Fachausschuss die Rede, bevor der Rat darüber befinden könne.

Die Sitzung beginnt am Dienstag um 17.45 Uhr im Ratssaal. Vor und nach dem öffentlichen Teil können Bürger Fragen an Politik und Verwaltung gestellt werden. 

Von Rebekka Neander

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