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Wohin mit den Spenden?

Langenhagen Wohin mit den Spenden?

Eine zentrale Annahmestelle für Kleider- oder Sachspenden an Flüchtlinge gibt es nicht. Die Stadt verweist auf das DRK oder Kirchengemeinden - angesichts der vielen Neuankömmlinge fehle der Verwaltung die Kapazität. Benötigt werden zunehmend Babykleidung und Materialien für den Schulanfang.

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Quelle: Symbolbild

Langenhagen. Vor einigen Wochen las das Ehepaar Busse in dieser Zeitung von der Kontaktstelle für Flüchtlinge an der Schützenstraße - kurz Mila genannt. „Prima fanden wir das und machten uns Tage später auf den Weg, um erst einmal diese neue Einrichtung zu sichten, denn wir hatten eine dicke Tasche voller Kleidung für schlanke Männer zusammengestellt“, berichtet Ruth Busse. Doch wen sie dort auch fragte, niemand habe etwas über einen Anlaufpunkt für gespendete Kleider oder Spielzeuge gewusst, moniert sie.

Der zweite Anlauf war schon ein wenig erfolgreicher. Sie kontaktierte die Integrationsbeauftragte der Stadt. „Die müsste, wenn wir den Titel richtig deuten, doch wohl weiterhelfen können“, meinte die Langenhagenerin. „Das war ein Irrtum, wie sich herausstellte.“ Allerdings erhielt sie dort den Tipp, die Textilien in die Kleiderkammer des Roten Kreuzes nach Engelbostel zu bringen. „Doch ohne Auto ist das nur schwer erreichbar“, sagt Busse. „Kann das wahr sein? Gibt es in Langenhagen wirklich keine Möglichkeit, mit Kleidung, Hausrat oder dergleichen die Not der Flüchtlinge ein kleines bisschen lindern zu helfen?“, fragt Busse.

„Für gespendete Bekleidung nennt die Stadt Langenhagen gern die DRK-Kleiderstube in Engelbostel“, sagt Rathaussprecherin Juliane Stahl und spricht von einem „niedrigschwelligen Angebot, bei dem sich Kunden aktiv Stücke aussuchen und zu günstigen Preisen erwerben können“. Dort könnte etwa auch Spielzeug abgegeben werden. Der Sozialberatungsdienst der Stadt könne dies aktuell nicht leisten, berichtet Stahl weiter. Dort würden die ohnehin begrenzten Kapazitäten vor allem für die Aufnahme, Beratung und Betreuung von Asylbewerbern und Flüchtlingen benötigt. Als Alternative nennt die Rathaussprecherin noch den Verein Gemeinsam leben der Emmaus-Kirchengemeinde. Dieser unterstütze die Flüchtlingsarbeit der Stadt.

Was wird neben Wohnraum aktuell denn am dringendsten benötigt? „Angesichts des nahenden Schuljahresbeginns wäre es schön, wenn Schulmaterialien aller Art gespendet werden könnten“, sagt Stahl. Zudem würden Babysachen generell benötigt. Entsprechende Kontakte stellt Doris Lange vom Sozialberatungsdienst per E-Mail an doris.lange@langenhagen.de her.

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