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Stadt droht Remondis Strafe an

Langenhagen Stadt droht Remondis Strafe an

Nachdem die Beschwerden über die liegengebliebenen gelben Abfallsäcke in Langenhagen nicht abreißen, hat die Stadtverwaltung nun reagiert. Bürgermeister Mirko Heuer droht in einem von ihm in den sozialen Medien verbreiteten Schreiben der Firma Remondis rechtliche Konsequenzen an.

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Im Sonnenweg/Ecke Heinrich-Heine-Straße stapeln sich noch am Donnerstagvormittag die gelben Säcke. Bismark

Quelle: Bismark

Langenhagen. Seit Anfang des Jahres hat die Firma Remondis vom Abfallentsorger Aha die Abfuhr der Leichtverpackungen - also der gelben Säcke - in der Region übernommen. Doch seither häufen sich die Klagen über nicht abgeholten Müll dieser Sorte. Und da es sich, wie es der Name „Leichtverpackungen“ bereits verrät, um nicht allzu schwere Säcke handelt, fliegen diese nun in der Landschaft herum, werden von Tieren aufgerissen oder landen auf der Straße und werden von Fahrzeugen zermalmt. Die Beschwerden aus dem Stadtzentrum und aus den Ortsteilen über den herumstehenden Müll kommen auch bei der Stadtverwaltung an.

Nun hat Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer reagiert und Remondis mittels Schreiben mit einem Bußgeld gedroht. Dieses Schreiben veröffentlichte der Verwaltungschef in den sozialen Medien. Er berichtet dort davon, dass der Mängelmelder überquillt. „Leider meist mit dem Tenor: Die Stadt tut nichts“, schreibt er dort. Und weiter: „Verantwortlich für die Beauftragung von Remondis ist das Duale System Deutschland - heißt Remondis ist nicht unser Vertragspartner, aber wir dürfen hier vor Ort die massive Fehlleistung von Remondis ausbaden.“ Doch auch wenn die Stadt nicht verantwortlich sei, so ist sie doch dafür zuständig, wenn Langenhagen so zugemüllt werde. „Inzwischen sind wir mit unserer Geduld aber auch am Ende. Nach unglaublich vielen freundlichen Hinweisen haben wir Remondis jetzt sehr deutlich aufgefordert, endlich ihre vertraglichen Pflichten zu erfüllen“, betont Heuer weiter und spricht davon, dass das keine leere Drohung sei, sondern durchgesetzt werden soll. Heuer sagt, dass die liegen gebliebenen Säcke nicht nur die Landschaft verschandeln, sondern auch eine Gefahr für den öffentlichen Straßenverkehr darstellen. Falls Remondis den Forderungen nicht nachkommen sollte, droht der Bürgermeister „ein gebührenpflichtiges Verfahren aufgrund unerlaubter Sondernutzung“ sowie ein Bußgeld an.

Die Veröffentlichung des städtischen Anschreibens in den sozialen Medien bezeichnet Heuer zwar als unüblich, „allerdings entsteht der Stadt ein erheblicher Imageschaden durch die Untätigkeit von Remondis“. Zudem sei er nicht bereit, dass auf den städtischen Mitarbeitern sitzen zu lassen, betont er.

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