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Stadt lässt sich Ampel sponsern

Langenhagen-Godshorn Stadt lässt sich Ampel sponsern

Für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter möchte MTU eine Ampel auf der Münchner Straße - und die Kosten selbst übernehmen. Die Stadtverwaltung sieht das positiv. Politiker indes befürchten künftig Schleichverkehr sowie Begehrlichkeiten anderer Firmen.

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green light (traffic light)

Quelle: Symbolbild

Langenhagen. Stadtbaurat Carsten Hettwer lässt keinen Zweifel an der Notwendigkeit der sogenannten Dunkelampel. Schließlich gebe es für den Bereich eine sogenannte verkehrsbehördliche Anordnung, damit die MTU-Mitarbeiter sicher vom Stammsitz zu einer befristet angemieteten Erweiterungsfläche auf der gegenüberliegenden Seite der Münchner Straße gelangen können. Die geschätzten Kosten von etwa 45 000 Euro will aber das Unternehmen übernehmen, damit die Technik so schnell wie möglich kommt. Die eingesparte Summe kann die eigentlich für den Bau zuständige Stadt in andere Verkehrsprojekte investieren, warb Hettwer nun im jüngsten Fachausschuss.

Doch damit traf er nicht auf ungeteilte Zustimmung der Politiker. Karl-Heinz Dahlke (SPD) befürchtet wegen der Ampel künftigen Schleichverkehr der Lastwagen in Schulenburg und Engelbostel. Zudem sieht er an ganz anderen Stellen mehr Bedarf. „Doch dafür gibt es kein Geld“, monierte Dahlke. Seine Ablehnung stieß auf Zustimmung von Lutz Döpke (CDU). Er warnte davor, dass das bei anderen Firmen Begehrlichkeiten wecken könnte. „Jeder, der eine Spende zahlt, erhält auch eine Ampel.“ Das Signal sei irreführend. Zudem kritisierte Döpke die Stadtverwaltung wegen fehlender Informationen und fordert Zahlen, wie viele Menschen die geplante Ampel überhaupt nutzen.

„Von einer verkehrsbehördlichen Anordnung weiß ich seit fünf Minuten“, ergänzte Dahlke und wurde dabei unter anderem von seinem Parteifreund Michael Gleichmann unterstützt.

Bernhard Döhner von der CDU forderte die Verwaltung auf, die Rechtmäßigkeit einer derartigen Spendenannahme vorher noch zu prüfen. Fakt sei, es gebe die Anordnung, meinte Wolfgang Langrehr (SPD). „Fakt ist aber auch, dass MTU kein Geld verschenkt“, meinte er und fordert ebenfalls die rechtliche Prüfung.

Sonja Vorwerk-Gerth (SVG) wunderte sich indes über die Bedenken der Politiker. Es sei doch positiv zu werten, dass die Firma ihre Mitarbeiter schützen wolle. Die Diskussion darüber bezeichnete Vorwerk-Gerth als „Korinthen-Kackerei“.

„Ich weiß auch nicht, wo ich hier sitze“, konstatierte der Stadtbaurat nach der Debatte. Schließlich müsse nicht der Fachausschuss über die Spendenannahme befinden, sondern wegen der Höhe sei der Rat zuständig.

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