Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Stadt lässt weiter Blindgänger suchen

Langenhagen Stadt lässt weiter Blindgänger suchen

Das können sich nicht viele Kommunen leisten: Die kontinuierliche Suche nach Kampfmitteln – also etwa Blindgänger von Weltkriegsbomben. Langenhagen gönnt sich das – und stellt dafür jährlich 180 000 Euro in den städtischen Haushalt. Der Sicherheit der Bevölkerung zuliebe, heißt es von der Verwaltung.

Voriger Artikel
Ausschuss befürwortet Armslohweg-Planung
Nächster Artikel
Mit Kauf wird Kindern geholfen

Die Fahrzeuge der Firma Schollenberger werden in den nächsten Wochen häufiger in Langenforth zu sehen sein.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Die erste Grundkarte ist abgearbeitet – mit einigen anschließend unschädlich gemachten Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg, die mehr als 70  Jahre im Erdreich schlummerten. Sie umfasste die Bereiche Brink, Wiesenau und Langenforth. Dabei galt es, 140 Verdachtspunkte zu untersuchen. Die fortlaufende Suche nach Kampfmitteln hatte der Langenhagener Rat im Juli 2014 beschlossen, teilt Stadtsprecherin Juliane Stahl mit. Dafür sei aber zunächst die Auswertung von Luftbildern erforderlich. Sie sind in 31 Grundkarten zusammengefasst. Ihren Angaben zufolge müsse aufgrund der früheren strategischen Angriffsziele der Alliierten mit unterschiedlichen Belastungen gerechnet werden. „Die bereits abgearbeitete erste Grundkarte hat sicherlich die höchste Anzahl von Verdachtspunkten ausgewiesen“, berichtet sie ferner.

Nun steht die zweite Karte an. Diese umfasst unter anderem den Bereich Langenforth. Dort wird ab sofort die von der Stadt beauftragte Firma Schollenberger die Suche nach nicht detonierten Fliegerbomben aufnehmen, kündigt Stahl an. Davon betroffene private Grundstückseigentümer werden darüber informiert. Zwar führe der überwiegende Teil in der Regel zu einem negativen Ergebnis – soll heißen, es wird nichts gefunden. Im anderen Fall werden die metallischen Anomalien näher untersucht und gegebenenfalls freigelegt. Dabei könne es sich aber durchaus um harmlose Metallgegenstände handeln, falls nicht, werden die brisanten Funde vom Niedersächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) unschädlich gemacht.

Im Zuge der im Jahr 2007 begonnenen gezielten Suche nach Altlasten – mit dem Start des Landesräumprogramms – konnten so schon 100 Verdachtspunkte abgearbeitet werden. In der Folge gab es in der Stadt vier geplante Bergungsaktionen, berichtet Stahl.

Rückblick: Auch nach Ende des Landesprogrammes im Jahr 2011 hat die Stadt die Auswertung von Luftbildern und Sondierungen selbst fortgesetzt. Dafür stehen pro Jahr 180 000 Euro im Haushalt. Denn das mache Langenhagen sicherer – und die „Sicherheit der Bevölkerung ist oberstes Gebot“, betont Stadtsprecherin.

doc6q6v8s0yfxsbb59u4i5

Die Stadt lässt die zweite Grundkarte nach gefährlichen Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg abarbeiten. Bereits in der Vergangenheit hat es etliche Funde in Langenhagen gegeben.

Quelle: Sven Warnecke (Archiv)

Von Sven Warnecke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Schulzentrum Langenhagen

Nahezu vollständig müssen das Gymnasium und ein Teil der IGS abgerissen und neu gebaut werden, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Mehr zum Schulzentrum Langenhagen lesen Sie hier. mehr