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Nur noch hell statt grell

Langenhagen Nur noch hell statt grell

Der monatelange Protest hat Erfolg: Die Stadt lässt alle im Weiherfeld in Straßenlaternen eingebauten Dioden neu einstellen. Das zu grelle Licht soll niemanden mehr in den Wohnhäusern blenden. Die neuen Werte wurden in drei Teststraßen ermittelt.

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Wie auf dem Marktplatz sind auch im Weiherfeld Leuchten dieser Art verbaut worden. Als Rundum-Licht sind sie für Wohnstraßen durchaus umstritten.

Quelle: Neander

Kaltenweide. Erst war es ihm eine Herzensangelegenheit, heute ist Bürgermeister Mirko Heuer auf das Thema Straßenbeleuchtung nur noch bedingt ansprechbar. Nach Monaten des Protestes und diverser verwaltungsinterner Diskussionen hat die Stadtverwaltung auf sein Betreiben einen Schlussstrich gezogen. Alle im Weiherfeld eingebauten Leuchtdioden in den Pilzleuchten werden neu eingestellt.

Der Umstieg von Natriumdampf- auf Lumineszenz-Dioden (LED) entspricht weiterhin Heuers Überzeugung. "Und wir werden die Umrüstung gerade auch im Stadtzentrum weiter betreiben, um die Verbrauchskosten zu reduzieren." Aber wer Heuer auf die Wahl des Leuchtentyps im Weiherfeld anspricht, bekommt deutliche Worte zu hören. "Da sind wir einer krassen Fehlberatung unterlegen. Dieser Leuchtentyp ist für Wohnstraßen nicht geeignet." Vor allem in Kombination mit dem weißeren und als kälter empfundenen Licht der LED im Vergleich zur wärmer wirkenden Natriumdampfleuchte.

Denn die sogenannte Pilzleuchte ist laut Heuer eine "Rundum-Leuchte". Sie soll, wie auch auf dem Marktplatz in der Kernstadt zu sehen, möglichst weit um sich herum erhellen, was sonst im Dunkeln läge. "In Wohnstraßen aber möchte ich, dass der Bereich unter der Leuchte hell ist und nicht auch noch zehn Meter daneben."

Die Proteste der Anwohner wurden mit jedem Straßenzug, der die Leuchtdioden bekam, entsprechend lauter. "Herauszufinden, was nun die beste Lösung ist, war ein komplexer Vorgang", erläuterte Heuer jetzt auf Nachfrage. "Das hing ab vom Verlauf der Straße, vom Abstand der Masten zueinander oder auch der angrenzenden Bebauung oder der Verschattung durch Bäume." Drei Teststraßen wählte die Stadt aus, in denen verschiedene Dimm-Werte verglichen wurden. Die Anwohner wurden darüber nicht informiert.

"Wir wissen jetzt, welche Werte wir nehmen werden." Die Umrüstung müsse nun mit Enercity abgestimmt werden, solle aber laut Heuer bald beginnen. Dazu müssen Mitarbeiter von Enercity allerdings jede einzelne Lampe ansteuern und an dieser die neuen Werte einstellen. Dort, wo es zu extremen Blend-Situationen in Wohnräume gekommen ist, wird die Schirmform verändert.

Von Rebekka Neander

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