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Was wird aus den Kleingärten?

Langenhagen Was wird aus den Kleingärten?

Soll die Stadt Grundstücke am westlichen Rand des Stadtparkes kaufen? Wenn ja, dann müssen alle Pächter der dort ansässigen Kleingärten ihr Refugium dort aufgeben. Denn Bedingung für den Kauf ist, dass die Stadt Hannover als bisherige Grundeigentümerin diese nur geduldeten Parzellen räumen lässt.

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Bevor die Fläche in das Eigentum der Stadt Langenhagen übergeht, so die Vereinbarung mit der Landeshauptstadt, solle diese das Gelände der Kleingärten räumen.

Quelle: Neander

Langenhagen. Das Angebot klingt verlockend: Knapp 26.000 Quadratmeter Grünfläche für knapp 1,5 Millionen Euro sowie ein ehemaliges Verwaltungsgebäude des benachbarten Klinikums (Haus Nummer 10) auf einem Grundstück von 1500 Quadratmeter für noch einmal 310.000 Euro. Dieses Ergebnis monatelanger Verhandlungen zwischen der Stadt Langenhagen und der Landeshauptstadt hat die Verwaltung jetzt dem Finanzausschuss vorgelegt. Während es in der Politik noch offene Fragen zum Kauf des Hauses gibt, scheint ein Konsens für den Erwerb der Grünfläche absehbar. Entscheiden soll nun der Verwaltungsausschuss kommende Woche in nichtöffentlicher Sitzung.

Absicht des Grünland-Kaufes war ursprünglich die Ausweitung des Stadtparkes. Für besagte Flurstücke gibt es bereits seit Jahren einen rechtskräftigen Bebauungsplan. Die Region Hannover hätte für das Klinikum dort also jederzeit einen Bauantrag stellen können. Um den Stadtpark dort zu schützen, hatte die Politik deshalb die Verwaltung beauftragt, einen Kauf auszuhandeln.

Seit den desaströsen Nachrichten rund um das Schulzentrum gewinnt die Fläche jetzt jedoch eine neue Bedeutung. Denn egal, für welche Lösung sich die Politik in der Frage um den Schulneubau entscheidet (Verbleib am Standort oder Umzug des Gymnasiums): Es wird Fläche benötigt für notwendige Interimsbauten während etwaiger Übergangsphasen. Zuletzt hatte vor allem die SPD darauf gedrängt, den Stadtpark als dauerhaften Standort für den Sportplatz zu prüfen.

Als erste würden den Verkauf der Areale die Pächter der Kleingärten zu spüren bekommen, wie Langenhagens Wirtschaftsförderer Jens Monsen am Dienstag im Finanzausschuss erläuterte. "Die Kleingärten wurden nie genehmigt und werden von der Stadt Hannover als Verpächterin nur geduldet", berichtete Monsen. Sollte Langenhagen die Flächen kaufen, so die Vereinbarung mit der Landeshauptstadt, müsse diese das Areal zuvor räumen lassen.

Während diese Option in der Politik weitgehend auf Zustimmung stieß, gibt es gegen den zweiten Teil des Angebots Vorbehalte. Obwohl sowohl Monsen als auch Bürgermeister Mirko Heuer vehement für den Kauf warben, ließ der Ausschuss die Drucksache nur als "behandelt" passieren. Bis zur Sitzung des Verwaltungsausschusses am kommenden Montag soll die Stadt klären, ob es wie für die Grünflächen auch für das Gebäude und das betreffende, noch genauer zu umreißende Grundstück eine Altlasten-Klausel geben kann. Zudem sollen genauere Zahlen für notwendige Sanierungsarbeiten des unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Verwaltungsgebäudes ermittelt werden.

Die Stadt wollte das Haus Nummer 10 ursprünglich als Flüchtlingsunterkunft nutzen. Inzwischen jedoch kommt es vor allem als Ausweichlösung für Teile der städtischen sowie der Schul-Verwaltung ins Spiel. "Das Erdgeschoss ist sofort nutzbar", betonte Heuer. Im Obergeschoss müsse unter Umständen ein zweiter Fluchtweg gebaut werden. In jedem Fall aber, unterstrich Heuer, wolle die Stadt "die Hand auf dem Haus" behalten. Es gebe neben der Region selbst einen weiteren Interessenten für die Immobilie. "Nur wenn wir es kaufen, können wir bestimmen, was an dieser zentralen Stelle passiert", mahnte Heuer.

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Neben diesen beiden Parzellen am westlichen Rand des Stadtparkes will die Stadt auch das Gebäude Nummer 10 der benachbarten Klinik erwerben.

Quelle: Neander

Von Rebekka Neander

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