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Stadt will Haus für Flüchtlinge kaufen

Engelbostel Stadt will Haus für Flüchtlinge kaufen

Die Stadt möchte ein zweites Reihenhaus in Engelbostel kaufen, um Flüchtlinge darin unterzubringen. Bis zu 17 Schutzsuchende möchte die Stadt in dem Reihenendhaus an der Straße Gosewischs Garten unterbringen. Der Ortsrat tagt am 12. Januar ab 19 Uhr in der Kreuzwippe.

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Die Stadt Langenhagen willl ein Reihenhaus in Engelbostel kaufen - zur Unterbringung von Flüchtlingen.

Quelle: Symbolbild

Langenhagen. Bis zu 17 Schutzsuchende möchte die Stadt in dem Reihenendhaus an der Straße Gosewischs Garten unterbringen. Darüber werden der Ortsrat Engelbostel am Dienstag, 12. Januar, und der Finanzausschuss genau eine Woche später befinden. Unter den Ortsratspolitikern hat es darüber noch keine interne Diskussion gegeben. Ortsbürgermeisterin Gudrun Mennecke (SPD) hat jedoch „die Integration aller, die keine Chance in ihrer Heimat haben,“ zu ihrem persönlichen Anliegen erklärt. Die Verwaltung begründet das Vorhaben vor allem mit der für 2016 erwarteten Verdoppelung der Menschen, die vor Krieg und Elend aus ihrer Heimat geflohen sind und dann in Langenhagen untergebracht werden. Das Reihenendhaus umfasst drei abgeschlossene Wohnungen und muss laut Verwaltungsdrucksache 2015/334 nur geringfügig renoviert und umgebaut werden.

Wie der Ortsrat sich zu dieser Idee verhalten wird, vermag Ortsbürgermeisterin Mennecke derzeit nicht zu sagen. „Wir hatten noch keine Möglichkeit, uns dazu abzustimmen“, sagte sie gestern auf Nachfrage. Sie werde sich in der öffentlichen Diskussion vor der darauf folgenden nicht öffentlichen Abstimmung allerdings „positiv zu dem Kauf“ äußern.

Mennecke sagt dies mit Bedacht. Als die Stadt vor einigen Monaten schon einmal ein Reihenhaus im selben Häuserblock kaufen wollte, entzündete sich eine heftige Diskussion im Ort. Einige Nachbarn des damals betroffenen Reihenmittelhauses fürchteten eine enorme Lärmbelastung. Die Ortsbürgermeisterin konnte dies schon damals nur schwer verstehen. „Wenn alle drei Wohnungen darin vermietet sind, machen diese Mieter auch Geräusche“, wiederholte sie gestern. Die Stimmung im Dorf habe sich aber inzwischen beruhigt - vor allem, seit sich die Flüchtlingsfamilie, die das Haus inzwischen bewohnt, persönlich bei den Nachbarn vorgestellt hat. „Die Familie war vorher auf mehrere Orte aufgeteilt und kann nun zusammen wohnen“, sagte Mennecke. Zudem setzt die ehrenamtliche Politikerin sich sehr für die Integration ein. Mit dem Verein Lesefüchse betreut sie an der Grundschule mehrere Kinder, die am Anfang noch kein Deutsch gesprochen haben.

Der Ortsrat tagt am 12. Januar ab 19 Uhr in der Kreuzwippe.

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