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Stadt will Kunstwerke der Schüler retten

Langenhagen Stadt will Kunstwerke der Schüler retten

„Das Beste kommt zur Prime-Time“ - das Motto des jüngsten Abitur-Jahrgangs hat die Jahreszahl zum Programm gemacht. „20.15“ ist eben nicht nur die Zeit für Blockbuster. Der H-Trakt des Gymnasiums ist voll dieser Botschaften. 

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Schulzentrum: Einige Trakte sind wohl sanierbar

Eine ganze Reihe von Abiturjahrgängen hat sich auf den Wänden des vom Abriss bedrohten H-Traktes verewigt. In welcher Form sie dokumentiert werden können, wird geprüft. 

Quelle: Neander

Langenhagen. 2014 haben die Schüler sich gleich mit einem Haufen Liebesschlösser an die Schule gekettet.

All diese Kunstwerke sind nun dem Untergang geweiht, wenn der H-Trakt abgerissen wird. Seit seinem Bezug verfügt er, wie jetzt bekannt geworden ist, über keinen regelkonformen Brandschutz. Eine Sanierung scheidet aus.

Bürgermeister Mirko Heuer, der sich am gestrigen Donnerstag eine in „Rekordzeit von 13 Monaten“ gebaute Oberschule in Jesteburg angesehen hat, will diese Kunst retten. Schon aus ureigenem Interesse. 1985, dem Jahr seines Reifezeugnisses, mauerte er mit drei Mitschülern einen „Gedenk- und keinen Grabstein“ am Gymnasium ein. „Wir werden versuchen alle Kunstwerke abzubauen oder anderweitig zu dokumentieren“, sagte Heuer dieser Zeitung.

Unterdessen droht der Abi-Scherz der Gymnasiasten Opfer weniger Chaoten zu werden. Einige Schüler hatten sich am Mittwoch eine Rangelei mit Lehrern geleistet. Gabriele Janke, kommissarische Schulleiterin, erwog deshalb den Scherz komplett abzusagen. Nach weiteren Diskussionen mit Schülern, die nicht an der Auseinandersetzung beteiligt waren, trugen die Absolventen am gestrigen Donnerstag einen Wunsch vor: Nur wenn die Stadt die Aktion mit Sicherheitspersonal unterstütze, würde man sie durchziehen.

Heuer hatte - in Unkenntnis der Rangelei - bereits auf ein anderes Hilfsersuchen der Schüler reagiert: Während Janke angesichts der neuen Gefährdungslage am Schulzentrum den Scherz von der Aula aufs Außengelände verlagern wollte, will Heuer nun selbst offiziell die Aktion in der Aula genehmigen. Er hatte sich zuvor mit Fachleuten in der Verwaltung abgestimmt, die ebenfalls nichts gegen die eigentlich geheime „witzige Idee“ (Heuer) hätten. Die Stadt prüft nun, ob eigene Sicherheitsleute verfügbar sind. Der Anlass gebe aber zu denken: „Vielleicht müssen wir vorübergehend auch unabhängig vom Abi-Scherz Sicherheitspersonal postieren.“

Woran erinnern Sie sich?

Es ist egal, wen man in diesen Tagen anspricht in der Stadt: Fast ein jeder verbindet eine Erinnerung mit dem vom Abriss bedrohten Schulzentrum. Eltern, die ihre Kinder dort einschulen, ehemalige Schüler oder auch beides in Einem: Ehemalige Schüler, die jetzt ihre eigenen Kinder dorthin bringen. All die Erinnerungen möchten wir zusammentragen. Lieblingsorte, an denen man am besten Hausaufgaben abschreiben konnte. Lieblingslehrer und -mitschüler, die einen in kniffligen Situationen aus dem Schlamassel gezogen haben. Aber natürlich auch Situationen wie der Brand im Gymnasium Anfang der Neunzigerjahre, als im Winter das Löschwasser gefror. Schreiben Sie uns. An die Redaktion der Nordhannoverschen Zeitung Langenhagen@haz.de per E-Mail oder unter Facebook.com/NordhannoverscheZeitung im Internet. Wir freuen uns darauf!

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