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Stadt will Sicherheit am See erhöhen

Langenhagen Stadt will Sicherheit am See erhöhen

Gut 100.000 Euro investiert die Stadt am Silbersee in die Sicherheit. Sie lässt derzeit auf der Westseite des Gewässers nach Altlasten aus den letzten zwei Weltkriegen suchen.

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Still ruht der Silbersee: Die Stadt lässt den Untergrund an der Westseite des Gewässers auf Kampfstoffe untersuchen.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Es geht um die „größtmögliche Sicherheit“ der Langenhagener Bürger. Aus diesem Grund hat sich die Stadtverwaltung nach den vielen brenzligen Funden aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg auf der Ostseite des Silbersees dazu entschlossen, den Untergrund auch auf der Westseite von Spezialisten sondieren zu lassen. „Dort müssen wir aber wohl mit weniger Funden rechnen“, sagt Janine Burger aus der Abteilung Sicherheit, Ordnung und Umwelt im Rathaus. Sie meint damit das Areal rund um den Hauptstrand sowie den Flachwasserbereich, der derzeit von einem privaten Kampfmittelbeseitiger untersucht wird.

Auch bei diesen eher optimistischen Prognosen appelliert Burger an die Nutzer des Gewässers, den mittels Zaun abgesperrten Sicherheitsbereich unbedingt zu meiden. „Mit diesen Einschränkungen müssen die Langenhagener aktuell leben“, wirbt sie um Verständnis. Sie hofft, bis zum Beginn der Badesaison Ende Mai mit den Arbeiten fertig zu sein. Dazu zählt auch der bisher nicht untersuchte Bereich rund um den Hundestrand sowie den Grillplatz wiederum auf der Ostseite des Silbersees. Die Kosten kalkuliert die Stadtverwaltung auf etwa 100.000 Euro.

Die Nordseite des Gewässers fasst die Stadt indes nicht an. An der schmalen Seite gebe es lediglich einen Weg, viel Bewuchs und vor allem einen problematischen Metallzaun. Speziell dieser würde bei einer Sondierung viele Anomalien ausweisen. Ähnliche Effekte hatte seinerzeit auch ein alter Metallzaun am Ostufer ausgelöst. Deshalb haben sich Stadt und Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) dazu entschieden, dort nicht zu sondieren, berichtet Burger weiter.

Perspektivisch kann sich die Stadtverwaltung auch vorstellen, den Grund des Silbersees untersuchen zu lassen. Doch einen genauen Zeitplan gibt es dafür noch nicht.

Ab heute veröffentlicht die Stadtverwaltung auf der Internetseite langenhagen.de ein KBD-Merkblatt mit Informationen und Verhaltensregeln für den Fall, dass die Bevölkerung Munitionsreste finden sollte. Die Broschüre liegt zudem im Rathaus und den Verwaltungsstellen aus. Die den Silbersee nutzenden Vereine wie DLRG, Pfadfinder oder etwa Angler hätten das Infoblatt bereits zugeschickt bekommen, sagt Burger.

Aktuell können Spaziergänger trotz Zauns um das Gewässer flanieren. „Das versuchen wir weiter aufrechtzuhalten“, betont Burger. Allerdings könne es im Zuge der Sondierungsarbeiten auch zu kurzfristigen Einschränkungen kommen. Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer weist indes darauf hin, dass mit einer Sanierung der Wege um den Silbersee erst nach Abschluss der Arbeiten zu rechnen sei.

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