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Erst Autos zählen, dann bauen

Langenhagen Erst Autos zählen, dann bauen

Darf der Flughafen Gewerbeflächen im Westen entwickeln? Ja - wenn es die Straßen erlauben. Die Stadt will nun ein Gutachten in Auftrag geben. Zugleich wirbt sie in der Politik dafür, dem Flughafen schon jetzt ein wenig entgegen zu kommen.

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Die Kreuzung Hessenstraße/Bayernstraße an einem ganz normalen Wochentag gegen 8.30 Uhr. Wieviel mehr Verkehr die Kreuzung verkraften kann, darüber gehen die Meinungen auseinander.

Quelle: Neander

Langenhagen. Laut wurde der Streit nur hinter den Kulissen. Und das auch schon vor der jüngsten Sitzung des Stadtplanungsausschusses. Anlass ist eine Liste von möglichen neuen Gewerbegebieten, die die Stadt jetzt erstmals der Politik vorgelegt hat - versehen jedoch mit durchaus mahnenden Worten zur akuten Lage an den durch den Ausbau betroffenen Kreuzungen.

Was alles nicht in der Drucksache stand - und dies sehr zum Verdruss der Flughagen-Gesellschaft -, versuchten Stadtbaurat Carsten Hettwer und Wirtschaftsförderer Jens Monsen in der Sitzung geradezurücken. "Warum sind so viele negative Details in der Drucksache erwähnt?" stellte Hettwer seinen Ausführungen voran, um sogleich ein paar "Selbstverständlichkeiten" hinterherzuschicken. Der Nutzen der Entwicklung um den Flughafen für die Stadt, richtete Hettwer auch an den im Publikum lauschenden Immobilien-Prokuristen des Flughafens, Michael Hesse, sei wohl allen bewusst. Gleichwohl zeige die Entwicklung der Gewerbegebiete zwischen den Autobahnen und dem Flughafen, dass vor einer größeren Fortschreibung eine gesamtheitliche Betrachtung der Verkehrsströme stehen müsse.

Dieser Aspekt verfing in der kurzen Diskussion bei allen politischen Vertretern, nicht nur im Hinblick auf die Pläne des Flughafens an der Münchner Straße und in Schulenburg-Nord. Denn neben den zwei an der Münchner Straße vom Flughafen ins Auge gefassten Flächen möchte auch die Stadt in diesem Bereich weitere Areale entwickeln. Dies, wie Wirtschaftsförderer Jens Monsen mahnte, weil es für ansässige Unternehmen innerhalb der Stadt keine Alternative gebe. "Wenn es uns nicht gelingt, diesen Firmen bei Expansionswünschen etwas anzubieten, wandern sie ab."

Am pragmatischsten formulierte es CDU-Ratsherr (und Schulenburgs Ortsbürgermeister) Dietmar Grundey: "Zwischen den Landebahnen stört Gewerbe niemanden. Dort sollten wir genehmigen, dann sollen die planen und anfangen." Auch die SPD, wie Willy Minne am Ende ergänzte, will dem Flughafen "keine Knüppel zwischen die Beine werfen". Weil er aber "täglich den Kollaps an der Kreuzung am Modezentrum" erwarte, fordern auch die Sozialdemokraten mit ihrem grünen Koalitionspartner eine Verkehrsanalyse. Die Fraktion wolle deshalb noch einmal darüber beraten.

Hettwer bat die Politiker darum, der Stadt zeitnah zumindest schon einmal eine Rangliste der Gewerbeflächen zu liefern. "Wir können diese Pläne bereits intern weiter vorbereiten, auch während wir die Verkehrsströme untersuchen oder gegebenenfalls mit anderen Straßenbaulastträgern ins Gespräch kommen."

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Zwei Jahre, nachdem das Dorf Schulenburg-Nord nahezu spurlos verschwunden ist, geht es jetzt um die Entwicklung des dort geplanten Gewerbegebietes.

Quelle: Neander

Von Rebekka Neander

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