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Stadt will die Anlieger anhören

Langenhagen Stadt will die Anlieger anhören

Erst weiß, dann grau, später schwarz und nun wieder grau: In die Parkregelung Am Hohen Brink kommt wohl doch noch Bewegung. Denn nicht nur die Politik will sich mit dem Thema befassen. Die Stadt plant offenbar eine Einwohnerversammlung.

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Am Hohen Brink geht es recht eng zu.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Eigentlich meinte die Stadt alles richtig gemacht zu haben. Nach Anwohnerklagen wegen zu hohem Tempo wurde die Parkregelung geändert. Doch in der Folge haben sich die Rathausmitarbeiter den Zorn der Anlieger zugezogen. Etwa von Hans-Dieter Jahn, der juristische Schritte erwägt. „Das hier noch nichts passiert ist, grenzt an ein Wunder“, meint er - und hat jetzt SPD-Vertreter zu Besuch gehabt.

Neben SPD-Parteichef Marco Brunotte verschaffte sich - nachdem bereits vor einigen Wochen CDU-Fraktionschef Bernhard Döhner vorbeigeschaut hatte - auch Matthias Gleichmann, Ratsherr und Mitglied im Verkehrsausschuss, einen Überblick über die Verkehrssituation. Alle versprachen, das Thema im Verkehrsausschuss am Donnerstag, 26. November, anzusprechen. Denn Gleichmann bezeichnet die verkehrsberuhigte Anwohnerstraße als „Bypass für die Walsroder Straße“ mit entsprechender Belastung in Hauptverkehrszeiten.

Brunotte warnte indes vor zu viel Hoffnung. „Wir beraten, was hier geht, versprechen können wir aber nichts“, betonte er, ohne sich einen Seitenhieb in Richtung Verwaltung verkneifen zu können: „Dafür haben Sie nun einen schönen breiten Gehweg.“ Der ist aber ein Problem. Am Hohen Brink durften Autos zuvor auf dem gut drei Meter breiten Gehweg stehen - im Fachjargon halbhüftiges Parken genannt. Das ist nun anders. Die Fahrzeuge müssen auf der Straße abgestellt werden, was bei Gegenverkehr zu einem gefährlichen Rangieren führe, berichtet Anwohner Horst Dottermusch, der die ganze Aktion allein wegen der Kosten nicht versteht. Dabei verweist er auf die Arbeit der Stadt, die die einst weißen, später abgefrästen und trotzdem weiter gut sichtbaren Linien der Parkbuchten zunächst mit schwarzer Farbe bemalte, um sie später wieder zu entfernen. Die „Schwarzmalerei“ räumte die Stadt auch als Fauxpas ein.

Einen anderen Aspekt der neuen Regelung trifft nach Einschätzung der Eltern die Kinder - auch den elfjährigen Felix. Denn der Schüler müsste aufgrund seines Alters auf der arg engen Straße fahren, meint seine Mutter Nadine Seyboth und schiebt die rhetorische Frage hinterher: „Muss denn erst etwas passieren?“

Gewicht dürfte auch die Meinung von Anwohner Hans Bonecke haben. Denn der Polizeibeamte hat eine ganz gefährliche Beobachtung gemacht. Genau wegen des einladend breiten Gehweges würden einige Autofahrer ihre Fahrzeuge bei Gegenverkehr über diese Spur lenken. „Speziell die Paketdienste. Er fordert - ungeachtet der von der Stadt ins Feld geführten Gesetzeslage - eine Rückkehr zur alten Regelung mithilfe von Ausnahmeregelungen, wie es anderenorts in der Stadt durchaus üblich sei, meint der Beamte. Zumal bis auf das gefühlt zu schnelle Fahren vorher alles in Ordnung gewesen sei. „Doch nun haben die Leute Frust“, weiß Bonecke. Die Stadt plant nun, Anwohner in einer Versammlung anzuhören und zu informieren.

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