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Stadt will Parkregelung beibehalten

Langenhagen Stadt will Parkregelung beibehalten

Die Parkregelung an der Straße Am Hohen Brink bleibt so, wie sie derzeit ist – zumindest im Moment. Die Langenhagener Stadtverwaltung hatte nach Beschwerden und einer Anwohnerversammlung fünf Alternativen für eine Verkehrsberuhigung notiert und geprüft. Doch keine ist für gut befunden worden.

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Bei den Anwohnern höchst umstritten: Die von der Stadt Langenhagen im letzten Jahr angeordnete Parkregelung in der Tempo-30-Zone.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Die Stadtverwaltung hat nun Briefe an die Anwohner verschickt. Darin heißt es nach eingehender Prüfung, dass die im Juni 2015 getroffene Entscheidung zur Verkehrsberuhigung die „beste Variante“ darstelle. Denn sie böte an der Straße zwischen Hindenburgstraße und In den Kolkwiesen theoretisch Stellplätze für 36 Autos.

Im Juni hatte die Verwaltung nach Beschwerden der Anlieger über zu hohes Tempo auf der Straße die dortigen Autostellplätze vom 2,65 Meter breiten Bürgersteig komplett auf die Fahrbahn verlegt. Doch nach Meinung der Anwohner soll es seitdem auf der nunmehr recht engen Straße zu gefährlichen Situationen, vor allem für Radfahrer, kommen. Und wenn sich Autos begegnen, müssen sie vor- oder rückwärts rangieren. Zudem soll es an den Grundstücksausfahrten unübersichtlich geworden sein, monierte etwa Anwohner Hans-Dieter Jahn.

Die im November in einer nach heftigen Protesten einberufenen Anwohnerversammlung aufgenommenen fünf Vorschläge seien nicht optimal, heißt es von der Verwaltung. „Es gibt keine echte Variante, die top ist“, sagt Bürgermeister Mirko Heuer. „Alle haben Vor- und Nachteile.“ Größtes Problem bei vier der fünf Ideen sei ein Verlust an Parkraum, teilt die Stadtverwaltung ferner mit. Und weiter: Auch eine ins Spiel gebrachte Einbahnstraßenregelung komme nicht infrage. Denn dann müssten die Anwohner selbst Umwege in Kauf nehmen. Zudem würde sich wegen fehlenden Gegenverkehrs das Tempo der Autofahrer wieder erhöhen. „Und das wäre konträr zu dem Anliegen, welches dortige Anlieger immer wieder an die Stadtverwaltung herangetragen hatten.“

Nach Meinung der Stadt stelle die aktuelle Parkregelung „eine effektive Möglichkeit“ dar, den Verkehr zu beruhigen und böte die meisten Parkplätze. „Aus Sicht der Stadt hat sich die Situation weitestgehend entspannt, da sich die Maßnahme mittlerweile eingespielt zu haben scheint.“ Aus diesem Grund werde vorerst von Veränderungen abgesehen. Gleichwohl kündigt das Rathaus eine Evaluierung der Ergebnisse an, „ob diesbezüglich Maßnahmen zur Überarbeitung veranlasst werden müssen“.

Jahn ist indes enttäuscht. „Ich hatte aber auch nicht allzu viel erwartet“, sagte er auf Anfrage. Doch er werde weiter den Rechtsweg beschreiten. „Ich will nun erst einmal die Juristen zu Wort kommen lassen.“

Die Chronologie:

Im Juni 2015 erlässt die Langenhagener Stadtverwaltung die Anordnung, das sogenannte halbhüftige Parken auf dem Gehweg aufzuheben. Die auf dem Bürgersteig bislang markierten Autostellplätze werden beseitigt. Doch die nun abgefrästen Stellen oder im Austausch eingebauten neuen Steine auf dem Gehweg täuschen vornehmlich auswärtige Autofahrer über die Situation. Es kommt unter anderem auch deshalb zu Anliegerprotesten.

Nach einem Zeitungsbericht im Oktober schickt die Stadt einen Mitarbeiter, um diese Markierungen zu beseitigen. Allerdings erwischt der Stadtbedienstete wohl den falschen Farbtopf und malt mit Schwarz. Die Stadt räumt den Fehler ein und beseitigt die nunmehr schwarzen Striche.

Ende November lädt die Stadt zur Anliegerversammlung ein und notiert fünf Vorschläge. Diese sind mit Schreiben vom 18. März vom Tisch – vorerst.

Von Sven Warnecke

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