Godshorn. Viele Pendler, die das Godshorner Gewerbegebiet täglich erreichen oder verlassen wollen, erleben in den Stoßzeiten immer wieder das gleiche: mitunter chaotische Zustände rund um die Münchner Straße. Das sorge in seiner Firma bereits für täglichen Gesprächsstoff, berichtet ein Leser dieser Zeitung. Der Grund ist der mehrmals verschobene Ausbau der Fahrbahn zwischen Kemptener Straße und Jathostraße.
Die Pläne der Langenhagener Stadtverwaltung sehen neben einer kompletten Sanierung der Fahrbahn auf der Ostseite der Münchner Straße auf etwa 800 Metern Länge den Bau des lange geforderten Radwegs vor. Hinzu kommen auf der Westseite neue Stellplätze für den Schwerlastverkehr. Ursprünglich hatte die Stadt für die etwa 1,2 Millionen Euro teuren Arbeiten mit einer Bauzeit von bis zu drei Monaten gerechnet. Die Fertigstellung war für Ende Dezember vorgesehen.
Langenhagens Stadtsprecher Roman Sickau ruft auf Anfrage aber die nicht von seiner Behörde zu verantwortenden Verzögerungen beim Baustart in Erinnerung. Wie berichtet, hatte die Verwaltung mehrmals den Ausbau verschieben müssen, zuletzt Ende September, weil zu diesem Zeitpunkt das Land ohne Absprache mit der Stadt die Sanierung der Langenhagener Straße in Angriff genommen hatte. Damit kein Verkehrsinfarkt drohte, hatte die Verwaltung von sich aus die Arbeiten auf der Münchner Straße verschoben.
Sickau will dort aber nicht von Chaos sprechen. „Die Baustellenabsicherung ist nach Regelplan von einer Fachfirma aufgestellt worden und wird jeden Tag kontrolliert“, erläutert er. Wenn es dort zu Problemen komme, sei das quasi hausgemacht – „durch Nichteinhaltung der Umleitungsstrecke durch die Verkehrsteilnehmer“ sowie einige Lastwagenfahrer, die der Meinung seien, dass deren Fahrzeuge eine gesperrte Stelle durchfahren könnten, beklagt Sickau. Die neuerliche Verzögerung ist seinen Angaben zufolge dem zwar milden, aber sehr nassen Winterwetter geschuldet. Wegen des ohnehin schon hohen Grund- und Schichtenwasserstands seien Probleme aufgetreten. Deshalb ruhten in den ersten beiden Januar-Wochen die Arbeiten.
Sven Warnecke
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