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Streit um Sanierung der Schulen

Langenhagen Streit um Sanierung der Schulen

Es wird ein Mammutprojekt für die nächsten Jahrzehnte: Für die Sanierung aller städtischen Schulen mitsamt des Teilneubaus des Schulzentrums gibt es jetzt einen Fahrplan. Einen Vorgeschmack auf das Streitpotenzial in dieser Sache erhielten die vielen Besucher der jüngsten politischen Debatte dazu.

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Ungewöhnliches Bild im Ratssaal: Nicht nur waren alle Besucherstühle besetzt. Zudem mussten die Politiker ohne Tische auskommen: Durch eine Panne im Rathaus war die Sondersitzung nicht angemeldet worden.

Quelle: Rebekka Neander

Langenhagen. Ein Schulzentrum in weiten Teilen abrissreif, Grundschulen mit undichten Decken und kaputten Fenstern, fehlende Arbeitsräume für Lehrer und unüberwindbare Treppen - die Aufgabenliste für die Bauverwaltung der Stadt ist lang. Wie und in welchem Tempo sie abgearbeitet werden muss, dafür haben Bildungs- und Stadtplanungsausschuss in einer erneuten gemeinsamen Sitzung erste Entscheidungen getroffen.

IGS Süd und Brinker Grundschule: Gegen den Rat des Büros Biregio sowie der Stadtverwaltung hält Rot-Grün mehrheitlich an dem Wunsch fest, die IGS und die Grundschule an der Angerstraße zum nächsten Schuljahr zu einer Schule zu verschmelzen. Der Beschluss, der in beiden Ausschüssen gegen die Stimmen der CDU gefasst worden ist, unterstützt den Wunsch der beiden Schulen. Auch die Grundschule wäre danach als Bestandteil der IGS von allen Kindern der Stadt wählbar und hätte keinen eigenen Schulbezirk mehr. Im Rathaus gibt es erhebliche Zweifel, ob dies baulich umgesetzt werden kann und welche Mehrkosten damit verbunden sind.

Sanierung des Schulzentrums : Ebenfalls nach langer Diskussion mehrheitlich durchgesetzt wurde der Antrag von SPD und Grünen zum Neu- und Umbau des Schulzentrums. Dieser umfasst einen umfangreichen Katalog an Zielen, die bei der Neuplanung an der Konrad-Adenauer-Straße zu berücksichtigen sind: Beide Schulen sollen dort belassen und um die Stadtbibliothek ergänzt werden, hinzu kommt eine Veranstaltungssporthalle. Zudem sollen hohe Standards bei der Medien-Ausstattung und dem energetischen Bauen eingehalten werden.

Der Streit ging vor allem um die Frage, wie zwingend all diese Ziele einzuhalten seien. Auch bei SPD und Grünen gibt es Zweifel, ob allein räumlich alles in gewünschter Weise Platz auf dem Grundstück findet. Einstimmig wurde dem Antrag ein „möglichst“ hinzugefügt. Ein Zusatz, den Stadtbaurat Carsten Hettwer ohne Schnörkel einordnete: „Das ist vollkommen egal, was Sie da reinschreiben: Wir werden prüfen, was geht. Und wenn etwas nicht geht, werden wir Ihnen das sagen.“

Neuer Ausschuss: Sowohl Gymnasial-Rektorin Gabriele Janke als auch ihr Kollege an der IGS, Wolfgang Kuschel, forderten in der Sitzung eindringlich, die Schulen früh und weiträumig in die Planungen einzubeziehen. Die CDU hatte dazu in der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses einen neuen Schulbau-Ausschuss ins Gespräch gebracht. Dessen Einsetzung wird derzeit geprüft. Offenbar gibt es jedoch große rechtliche Bedenken zur Besetzung.

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