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Tafel will auch mal Danke sagen

Langenhagen Tafel will auch mal Danke sagen

Immer mehr Bedürftige muss die Langenhagener Tafel versorgen. Aus diesem Grund brauchen die Ehrenamtlichen ein drittes Fahrzeug. Dank vieler Spenden ist das nun angeschafft worden - ohne die zunächst beantragten öffentlichen Zuschüsse.

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Unterstützen die Langenhagener Tafel auf vielfältige Art und Weise: Ingrid Geißler (von links), Christian Schulz
sowie die ehrenamtlichen Mitarbeiter Ursel Cieslik, Hans-Joachim Schwarz, Jutta Holtmann und Frauke Brüning sowie Arne Rodewald.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Für die Vorsitzende der Langenhagener Tafel, Jutta Holtmann, ist die Großzügigkeit ein gewichtiger Grund, auch mal Danke zu sagen. Etwa dem Flughafen, der Spedition Schenker, dem Autohaus Rodewald und nicht zuletzt dem Förderverein vom Inner Wheel Club Hannover-Opernhaus. Die drei letztgenannten „gehören zu denen, die meistens ganz still und leise, aber ständig etwas für uns tun“, betonte die Tafelchefin jetzt bei der Vorstellung des neuen, dritten Kühltransporters.

Speziell das Autohaus sei „Gold wert für uns“, sagte Holtmann. Denn die Firma überlasse der Tafel die Fahrzeuge nicht nur zum Selbstkostenpreis, sondern repariere die Autos auch noch kostenlos. „Damit die Tafel möglichst geringe Fahrzeugkosten hat“, nennt Autohaus-Chef Arne Rodewald bescheiden das nicht selbstverständliche Engagement seiner Firma.

Die Spedition hilft der Tafel nicht nur mit „finanziellem Support“, wie es Christian Schulz, Leiter der Langenhagener Schenker-Geschäftsstelle, bezeichnet. Sie werde auch bei großen Warentransporten regelmäßig mit entsprechenden Fahrzeugen unterstützt. Kostenlos.

Damit nun das dritte Auto - ohne die zunächst bei der Stadt Langenhagen sowie den Gemeinden Isernhagen und Wedemark beantragten öffentlichen Zuschüssen - gekauft werden konnte, sprang auch der Förderverein vom Inner Wheel Club Hannover-Opernhaus der Tafel bei. „Wir wissen vom hohen Engagement der Langenhagener Tafel“, sagte die Fördervereinsvorsitzende Ingrid Geißler, die einst selbst in der Stadt gelebt hat. „Hier wird Menschen in Not geholfen, und es werden immer mehr“, betonte sie.

Und genau das stellt die Tafeln generell vor nicht unerhebliche Probleme, berichtet Holtmann. Es werde immer schwieriger, ausreichend Lebensmittel bei Supermärkten einzusammeln. „Denn die kaufen dank der Tafel anders ein“, sagt Holtmann. Denn anhand der von den ehrenamtlichen Tafelmitarbeitern abgeholten Kisten könnten die Marktleiter sehr genau erkennen, wie viel von der selbst bestellten Ware übrig bleibe. In der Folge „optimieren die Marktleiter anschließend ihr eigenes Einkaufsverhalten“, weiß die Tafelchefin.

Deshalb müssten immer weitere Strecken zurückgelegt werden, etwa bis nach Bremen, um für die steigende Zahl an „Kunden“, wie Holtmann die Bedürftigen nennt, entsprechende Lebensmittelmengen beschaffen zu können. Zum Vergleich: Versorgte die Tafel im Dezember 2014 noch gut 500 Haushalte in Langenhagen, Wedemark und Isernhagen, sind es ein Jahr später bereits gut 700.

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