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Tempo 30 ist nachts wieder erlaubt

Langenhagen Tempo 30 ist nachts wieder erlaubt

Anwohner eines Abschnitts der Walsroder und der Theodor-Heuss-Straße dürfen aufatmen. Nachts gilt dort wieder Tempo 30. Die rechtlichen Bedenken gegen ein Geschwindigkeitslimit sind ausgeräumt worden.

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Nun gilt auf der Walsroder Straße nachts wieder Tempo 30.

Quelle: Sven Warnecke

Langenhagen. Wegen rechtlicher Bedenken hatte die Stadtverwaltung ihre zur Lärmreduktion im Jahr 2013 aufgestellten Tempo-30-Schilder im Februar mit Plastiktüten verhüllen müssen. Nun die gute Nachricht: Ein eigens in Auftrag gegebenes Schallgutachten hat nun ergeben, dass ein nächtliches Tempo-30-Gebot für Teile der Walsroder Straße zwischen Niedersachsenstraße und Reuterdamm sowie an der Theodor-Heuss-Straße nördlich der Robert-Koch-Straße doch rechtens ist.

Eigentlich wollte sich die Stadtverwaltung bereits Mitte Oktober den politischen Segen dafür einholen, die zwischenzeitlich verhüllten Schilder offiziell reaktivieren zu dürfen. Doch das klappte aus terminlichen Gründen nicht. Nun haben die Mitglieder des Verkehrsausschusses in ihrer jüngsten Sitzung mit einer Enthaltung einmütig grünes Licht gegeben. An beiden Straßen gilt jetzt wieder zwischen 22 und 6 Uhr Tempo 30. Mehr noch: Nach Auskunft von Stadtbaurat Carsten Hettwer soll ein weiteres Gutachten prüfen, ob ein Limit nachts nicht auch für Teile der Godshorner Straße zwischen Langenforther Platz und Straßburger Platz, auf der Langenhagener Straße in der Ortsdurchfahrt Schulenburg und auf der Hannoverschen Straße im Abschnitt von Weidenstraße bis Berliner Allee möglich ist.

Die nächtliche Geschwindigkeitsreduzierung an der Walsroder und der Theodor-Heuss-Straße galt als Pilotprojekt, musste aber nach einer Veränderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes wieder revidiert werden. Danach dürfen Tempolimits nur dann aus Lärmschutzgründen erlassen werden, wenn Gutachten mit einem Mindeststandard vorliegen. Sie müssen auch Informationen zur Randbebauung und zum Fahrbahnbelag berücksichtigen.

Ein solches Gutachten lag seinerzeit nicht vor. Ab einem errechneten Durchschnittswert von 60 Dezibel muss eine Kommune ein Tempolimit erlassen, ab 52 Dezibel darf sie dies. Die jetzt in Auftrag gegebene Untersuchung ergab, dass der Verkehrslärm nachts höher ist, als die Richtwerte erlauben. Mit einem Tempolimit im betroffenen Bereich werde der Lärm um 2,5 Dezibel reduziert - und damit gelingt es, dass die Richtwerte zum Schutz der Anwohner eingehalten werden können, erläutert Hettwer.

Von Sven Warnecke

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