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Theatersaal wartet auf Zuschauer

Langenhagen Theatersaal wartet auf Zuschauer

Die Stühle sind montiert, die Toiletten sind fertig, die eine oder andere Wand wird noch gestrichen: Der Theatersaal ist fast fertig für seine Vorpremiere. Zu dieser letzten entscheidenden Technik-Probe lädt die Stadt verdiente Ehrenamtliche ein. Ein Rest-Kontingent für diesen Abend wird verlost.

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Die dunkelblauen Sessel sind einem hellen Gestühl gewichen. Die Sitzflächen klappen sehr leise zurück.

Quelle: Neander

Langenhagen. Wer schon einmal ein Theaterstück auf die Bühne gebracht hat, weiß: Geht die Premiere schief, scheitert es an absurden Details wie einem fehlenden Stück Gartenschlauch. Damit das bei der Wiedereröffnung des Theatersaals am 15. Oktober nicht passiert, gab es nun eine detaillierte Besichtigung mit den Theaterschaffenden der Stadt.

Was danach nun tatsächlich verändert worden ist oder noch angefasst werden soll, darüber hüllen sich die Experten im Rathaus in Schweigen. Nur soviel: nicht jedes Kabel bleibt sichtbar. Das Schweigen darüber hinaus hat aber einen guten Grund: Zu einer Vorpremiere, die eigentlich eine zentrale Technik-Probe unter Real-Bedingungen ist, sollen die Besucher einen Fragebogen erhalten.

Darin können sie angeben, wie sie den Saal empfinden. Wie sitzt es sich auf den neuen rot bepolsterten Stühlen? Wie hört sich die Akustik an? Wie wirkt das komplett neu gebaute Bühnenhaus? „Wir wollen diese Befragung möglichst wenig beeinflussen mit Details aus den geführten Diskussionen“, erläuterte Hochbau-Chef Carsten Busch während einer Presse-Führung durch das Haus.

Aus einer Reihe von Details aber muss gar kein Geheimnis gemacht werden. Dass beispielsweise noch zu klären ist, wie viele Kühlschränke künftig im Foyer den Helfern an welcher Stelle zur Verfügung stehen. Oder dass die taktilen Bodenelemente, die sehbehinderten Besuchern den Weg durch das Foyer in den Zuschauerraum leiten, eben dort sehr schnell aufhören. „Sobald die Besucher den Bereich der Stuhlreihen erreicht haben, können sie sich an den Stuhlreihen und der dortigen speziellen Beleuchtung orientieren“, erläutert Busch. Alle Beschilderungen – ob an den Reihen oder den Stühlen selbst – verfügen über eine Markierung in Blindenschrift.

Keine Diskussion mehr wird es zudem dazu geben, welche Farbe das sogenannte Bühnenhaus haben wird, also die Wände, die den Blick auf die Bühne umranden. In diesen Tagen sind diese Wände noch in einem hellen Braun gehalten, passend zur Farbe der Sessellehnen. „Wir wollten dem Raum parallel mit der technischen Sanierung auch optisch verjüngen“, sagt Busch. Insgesamt, so Busch, sei die neue Spielstätte geprägt von einem grundlegenden Kompromiss: „Das ist ja am Ende hier immer noch auch eine Schulaula mit all ihren besonderen Bedürfnissen und Sicherheitsvorschriften.“ Dies zeige sich auch bei manchem inklusivem Detail: Die Treppen, die von der Bühne hinunter führen, fallen für Sehbehinderte nicht kontrastreich genug aus, räumt Busch ein. Andernfalls aber würden sie bei Theaterinszenierungen stören.

Gespräche unter anderem mit dem Mimuse-Verantwortlichen Franz Gottwald hätten die Stadt auch auf andere tückische Details aufmerksam gemacht. „Wir werden die Wände jetzt in demselben Dunkelgrau übermalen, in dem auch der Bühneninnenraum gestaltet ist. Die hellere Farbe hätte bei Theatervorstellungen und bestimmten Scheinwerfer-Einstellungen störend reflektiert.“

Stadt verlost Karten

Für die Vorpremiere am Freitag, 7. Oktober, wird die Stadt 200 Karten verlosen. Zu sehen sein werden der Stimmenimitator Christian Korten sowie die Band Wolfgang Grieger & die High Nees und Mitglieder der Percussion Group Langenhagen. Wann genau sich Interessenten unter welcher Telefonnummer melden können, will die Stadt in der kommenden Woche bekannt geben.

Rund 350 Plätze in dem künftig rund 600 Sessel umfassenden Theatersaal werden durch ehrenamtliche Helfer der Stadt besetzt sein. Diese hat die Verwaltung in den vergangenen Wochen angeschrieben, um sich für ihr Engagement zu bedanken. Sie werden somit Zeuge einer einmaligen Begebenheit werden und können durch die Antworten auf den Fragebogen gegebenenfalls noch selbst zur Verbesserung der neuen Spielstätte beitragen.

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Von Rebekka Neander

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