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Tierheim lockt die Besucher

Langenhagen Tierheim lockt die Besucher

Wenn das Tierheim an der Evershorster Straße für eine Veranstaltung öffnet, reichen die Parkplätze für die Besucher bei Weitem nicht aus, Abschleppdienste rücken an. Die gute Nachricht beim Weihnachtsbasar am Sonnabend: Erweiterung steht in Aussicht.

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Dicht drängen sich die Besucher – einmal mehr – beim Weihnachtsbasar des Tierheims an der Evershorster Straße.

Langenhagen. Der Staffordshire Terrier „Brokkoli“ im Hundehaus ist für viele Tierheimbesucher schon ein alter Bekannter - der sich aber längst nicht an den Trubel beim Weihnachtsbasar gewöhnt hat. Denn auch an diesem Sonnabend warfen Hunderte tierinteressierte Gäste den Alltag der Vierbeiner und Pfleger kräftig durcheinander. Viele Besucher marschierten gezielt auf ihre Lieblinge zu, die sie teils von Besuchen mit Streicheln oder vom ehrenamtlichen Gassigehen kennen. Geschäftsführer Heiko Schwarzfeld hielt in den Turbulenzen an Prinzipien fest. „Besuchern werden manche Tiere heute auch vermittelt. Aber wenn einer kommt und sieht den Staffordshire, dann wird ihm der Hund nicht gleich mitgegeben. Eine Vermittlung von morgens auf mittags läuft hier sonst auch nicht ab“, machte er deutlich.

Drei Hundespaziergänge und das Bekanntwerden mit der ganzen Familie, die einen Hund erwerben wolle, müssten mindestens vorausgehen. Bei Katzen sei die kurzfristige Vermittlung, wenn die Sympathie stimme, eher möglich. Überhaupt: Seit das neue Katzenhaus mit wohnlichen Räumen für die Samtpfoten in Betrieb ist, finden Katzen schneller neue Besitzer. „Ortswechsel und Eingewöhnung vollziehen sich jetzt auch einfacher für die Katzen. Sie leben hier schon in einer Umgebung, die an normale Haushalte erinnert“, sagte Schwarzfeld.

Herein kommen nicht nur Tiere - en masse laufen auch Bewerbungen für die drei Ausbildungsplätze zum Heim- und Pensionstierpfleger ein. „Im Vorjahr hatten wir 600 aus ganz Deutschland“, berichtet der Geschäftsführer. „Viele Bewerber denken aber, sie könnten dauernd mit Hunden und Katzen kuscheln.“ Die Realität sehe aber anders aus. „Vom Kotwegkratzen morgens bis zum Vermittlungsgespräch mittags ist alles dabei.“ Wer nicht auch mit Menschen klarkommen könne, sei im Tierheim am falschen Platz. „Ein hohes Maß an Diplomatie ist nötig.“

Bis 2017, so hofft Schwarzfeld, solle sich die katastrophale Parkplatzsituation rund um das Tierheim verbessern. „Wir haben immer versucht, einen Streifen Land hinzuzukaufen. Jetzt sind wir im Gespräch mit einem Eigner.“

Das Tierheim hat von einer Woche vor Weihnachten bis zum 2. Januar eine Sperrzeit für Tiervermittlungen.

50 Menschen, 394 Tiere

Um die Tiere im Tierheim an der Evershorster Straße kümmern sich 50 Mitarbeiter. Viele arbeiten auf Teilzeitstellen und auf 450-Euro-Basis, denn auch Wochenend- und Nachtdienste sind in der Einrichtung abzudecken. Das Tierheim sei, sagt der Geschäftsführer des Trägervereins, Heiko Schwarzfeld, überwiegend ein Frauenbetrieb. Neun Auszubildende stehen zurzeit in der dreijährigen Ausbildung zum Heim- und Pensionstierpfleger, immer sind auch Praktikanten zu betreuen. Die Tiere: aktuell 394 – alles, was Menschen an Haustieren halten von der Ratte über Frettchen bis zu den klassischen Haustieren. Derzeit sind 91 Hunde und 169 Katzen in den teils erst neu gebauten Häusern untergebracht, der Rest verteilt sich auf Nager und Vögel. Als Nutztiere sind jüngst die 13 Hühner hinzugekommen, die in einem Waldstück in Burgwedel aufgefunden wurden.

Von Ursula Kallenbach

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