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Tierschutzverein kann Gelände erweitern

Krähenwinkel Tierschutzverein kann Gelände erweitern

Rund 20 Jahre hat es gedauert, doch nun ist der Vertrag unterschrieben: Durch den Kauf des Ackerstreifens gleich neben dem Tierheim schafft der Tierschutzverein die Voraussetzung für die wohl größte Investition seiner Geschichte. Rund 3 Millionen Euro fließen unter anderem in neue Hundehäuser.

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Derzeit liegen das neue Katzenhaus (auf dem Lageplan Nummer 2.2) und eines der drei Hundehäuser extrem eng beieinander. Erst der Kauf des neuen Grundstückstreifens (auf dem Lageplan am unteren Rand des Geländes) macht einen Neubau möglich.

Quelle: Neander

Langenhagen. Gebaut wurde in jüngerer Zeit viel auf dem Gelände des Tierheims in Krähenwinkel. Doch nun erst eröffnet sich die Möglichkeit für die vielleicht größte Investition der jüngeren Vereinsgeschichte: In der vergangenen Woche konnte nach langer Verhandlung mit dem Grundstückseigentümer der Kaufvertrag für einen 31 Meter breiten Ackerstreifen entlang des Tierheimgeländes bis zur Autobahn unterzeichnet werden. Erst damit wird die seit vielen Jahren gewünschte Erweiterung des Geländes möglich.

Für die 6935 Quadratmeter zahlt der Tierschutzverein nun jeweils 43 Euro, inklusive der Erschließung rechnet Geschäftsführer Heiko Schwarzfeld mit einem Quadratmeterpreis von 60 Euro. Dafür sucht der Verein jetzt Spender: Auf vier Holzstelen direkt gegenüber des neuen Katzenhauses sollen alle Spender namentlich verewigt werden. Ähnliche Modelle hatte es bereits beim Bau des Katzenhauses gegeben. Als erstes wird der Tierschutzverein jetzt das neue Gelände mit Hecken bepflanzen und einfrieden lassen.

Die Erweiterung des Geländes soll nicht nur Luft verschaffen. "Wir haben vor allem im Altbau des Haupthauses große Probleme mit dem Brandschutz", erläutert Schwarzfeld. Deshalb darf derzeit auf dem Dachboden nichts Brennbares gelagert werden. Zudem sind die Sozialräume samt Sanitäranlagen viel zu klein und nur über enge Treppenstiegen zu erreichen. "Wir wollen mit dem Umbau diese Probleme beheben und auch den Kleintierbereich im Altbau vergrößern."

Erst wenn diese Baustellen befriedet sind, soll es um die auf Sicht letzte grundlegende Veränderung gehen: den Abriss und Neubau der zwei alten Hundehäuser, die unmittelbar neben dem neuen Katzenhaus stehen. Diese Flachbauten entsprächen schon längst nicht mehr dem Standard, der heute an solche Unterkünfte gestellt werden, klagt Schwarzfeld. Dies macht sich unter anderem auch in der Lärmbelastung für Tiere und Pfleger bemerkbar: "Heute wissen wir, dass man mit Gebäuden, deren Wände nicht parallel zueinander stehen, eine deutlich bessere Akustik erzielt", erläutert Schwarzfeld. Zugleich sollen die beiden Neubauten zum Teil in den neuen Geländestreifen hinausgezogen werden, um zwischen den Gebäuden mehr Luft zu gewinnen. "Geplant ist zudem, eine eigene richtige Tierarztpraxis auf dem Gelände anzusiedeln." Damit könne der Verein Kosten und Zeit für Fahrten in externe Praxen sparen.

Fast 20 Jahre, so Schwarzfeld, habe der Tierschutzverein sich um den Kauf des Areals bemüht. Erst der Wechsel des Eigentümers vor einigen Jahren habe erstmals Bewegung in die Gespräche gebracht. Den letztlich festgesetzten Quadratmeterpreis habe der Tierschutzverein maßgeblich der Hilfe des Langenhagener Wirtschaftsförderers Jens Monsen zu verdanken, betont Schwarzfeld.

Eine Bauvoranfrage für die Hundehäuser habe die Stadt inzwischen positiv beschieden. "Das heißt, dass wir die Hälfte des Areals bebauen dürfen." Auf dem vorderen Drittel unmittelbar an der Zufahrt zum Tierheim entsteht ein neuer Parkplatz, auf dem hinteren Drittel an der Autobahn wird eine Grünanlage mit Freilauffläche entstehen. Schwarzfeld hofft, das Gesamtprojekt innerhalb der nächsten fünf Jahre und damit auch noch innerhalb seiner Amtszeit verwirklichen zu können. "Vorsichtig gerechnet" umreißt Schwarzfeld das Gesamtinvest inklusive Grundstück mit drei Millionen Euro. Für das neue Katzenhaus hatte der Tierschutzverein zuletzt rund 1,4 Millionen Euro gezahlt.

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Fotostrecke Langenhagen: Tierschutzverein kann Gelände erweitern

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